Der Musikverein Schuttern spielt ein Stück während des traditionellen Einmarschs in die Offohalle. Foto: Bohnert-Seidel

Der TuS Schuttern lud an Maria Himmelfahrt nach dem Patrozinium zum gemeinsamen Mittagessen in die Offohalle ein. 60 Helfer kümmerten sich um mehr als 700 Gäste.

Schuttern war an Mariä Himmelfahrt ein Ort der großen Feste. Morgens gingen die Menschen in die Kirche zum Festgottesdienst anlässlich des Patroziniums mit Kräuterbüschelweihe und danach strömten noch mehr Gäste in die Offohalle zum Mittagessen. Der TuS Schuttern hat die Halle bereitet und für mehr als 700 Gäste den Tisch gedeckt und Mittagessen ausgegeben. Alle Tische waren belegt. Vor dem Mittagessen herrschte die Ruhe vor dem Sturm.

 

Sabine Mieth ordnete die Kuchentheke, nahm Kuchen von Spendern entgegen und packte knapp 50 Torten in den Kühlschrank. Alle 60 Helfer waren auf ihren Posten. Astrid Gutekunst holte sich noch einen Kugelschreiber und war mit ihrem Tablett bereit. In der Küche wurden die Essen geordnet und auf den großen Ansturm gewartet. Für die Gäste hielt der TuS 800 Essen bereit.

Dem TuS selbst sind die Einnahmen aus dem Fest wichtig für die Finanzierung der Jugendarbeit. Diese war zum Fest zahlreich eingespannt. Nicht alle Gottesdienstbesucher sind die Prozession mitgegangen.

Mitglieder der Feuerwehr begleiteten die Prozession

Wer nicht mehr gut zu Fuß war, ging kurz über den Kirchweg die Prozessionsstrecke mit, um links in die Prinzenstraße, Richtung Offohalle abzubiegen. Viele Gäste haben für ihre Lieben einen Tisch frei gehalten. Reservierungen gab es auch für Firmen, die sich regelmäßig mit einem Teil ihrer Belegschaft zum Mittagessen verabreden. Natürlich gab es Schutterns Leib- und Königsspeise zum Festtag: Sauerbraten mit breiten Nudeln. Aber auch für die Vegetarier wurde gesorgt. Einige Schutterer, denen der Rummel in der Offohalle zu groß war, haben sich das Essen vorbestellt und vor dem großen Ansturm abgeholt.

Nach der Prozession und einem Segen in der Kirche marschierte der Musikverein Schuttern – mit Dirigent Roland Gutbrod voran – in die Offohalle. Bevor auch die Musiker etwas aßen, schenkten sie den Gästen ein Ständchen. Mit dabei waren auch die Mitglieder der Feuerwehr. Einige haben entlang der Prozessionsstrecke ihren Dienst zur Absicherung der Menschen erfüllt. In Schuttern machen sich alle Gruppierungen gemeinsam auf den Weg zum Fest.

Das Fest soll auch zukünftig erhalten bleiben

Kein anderes Fest vereint die Schutterer so sehr wie das Hochfest an Mariä Himmelfahrt, das Kirche mit Segnung und weltlichen Fest verbindet. Das lassen sich nicht nur Schutterer wie Roswitha und Manfred Mußler entgehen, die betonen: „Das gemeinsame Mittagessen gehört dazu.“ Aus Oberweier kamen Johanna Buttenmüller und Annerose Lauer. Annerose Lauer hat im Projektchor gesungen und freute sich über die Gemeinschaft zum Mittagessen an den Tischen. In Schuttern geht der Wunsch um, dass dieses zentrale Fest auch in der neuen großen Pfarrei Südliche Ortenau erhalten bleibt. Menschen aus der Region lieben es, zu diesem Fest nach Schuttern zu kommen.

Die Historie des Festes

Der Gesangverein Liederkranz Schuttern hat das Schutterner Fest 1965 ins Leben gerufen. Anfangs war es in einem Festzelt beim Katholischen Kindergarten. Mit dem Bau der Offohalle 1987/88 ist der Gesangverein in die Offohalle gezogen. Nachdem der Gesangverein aus Altersgründen die Organisation des Festes in die Hände der Vereinsgemeinschaft legen wollte, hat der TuS im Jahr 2022 die Leitung übernommen.