Die Veranstaltung zog am Samstag viele junge und ältere Besucher in die Innenstadt. Beim 30. Geburtstag der Aktion stellten viele Vereine und Gruppen ihre Jugendarbeit vor.
Kurz nach Beginn waren bereits auffallend viele Kinder und deren Eltern in der Fußgängerzone unterwegs, trotz des leichten Nieselregens. Gegen 11 Uhr wurde es auf den Plätzen dann sogar eng. Die vielen Angebote der Lahrer Vereine und der Werbegemeinschaft kamen offensichtlich gut an.
Zwei Geschwister, die mit ihren Eltern gleich zu Beginn um 10 Uhr in der Fußgängerzone unterwegs waren, hatten eine klare Meinung. Es war die Bühne auf dem Sonnenplatz mit dem Programm, die beide „klasse“ fanden. Und was die Stände zum Mitmachen anging, musste der Junge nicht lange überlegen, was ihm ganz besonders gefallen hat: „Alles.“
Angebot ist gut auf Plätze und Marktstraße verteilt
Caroline und Charlotte, etwas älter, die mit ihren Eltern aus Heiligenzell gekommen waren, fanden das THW in der Kaiserstraße unmittelbar neben dem Alten Rathaus „einfach toll“. Beide lobten ausdrücklich das „vielseitige Angebot“ und dass für „alle etwas dabei“ gewesen sei. Eliza und Josefine (beide elf Jahre) waren in der Marktstraße unterwegs. Ihnen hat das Bühnenprogramm besonders gut gefallen. Da waren die Eleven von Tanzleben gerade mit ihren Auftritten zu Ende. Besonders gut fanden die beiden, dass es in der Innenstadt „so viele Angebote“ zum Mitmachen gab.
Das Wetter war angesichts der Vorhersagen insgesamt manierlich. Ein Lichtblick war die Tatsache, dass die Sonne gegen 11 Uhr durch die Wolken brach und der nächste Schauer erst gegen 12 Uhr die Sonne wieder verdeckte. Mit der Sonne war die Innenstadt bereits mehr als gut gefüllt. Drei Kinder in der oberen Marktstraße zeigten eindrucksvoll – ein Schauer war gerade zu Ende und die Sonne schien wieder einmal –, dass der bekannte Satz von der schlechten Kleidung immer und auf jeden Fall zu jedem Wetter passt: Bleibt die Frage, ob Friesennerze auch in der Sonne nützlich sind. Vom Vormittag bis zun Nachmittag gab es dann gefühlt mehr Sonnenschein.
Das Angebot war gut auf alle Plätze und auf die Marktstraße verteilt. Der Besuch dürfte den eines Blütensonntags getoppt haben. Auf der anderen Seite sind die verkaufsoffenen Sonntage zur Chrysanthema eine andere Größenordnung. Auch wenn es zum 30. Geburtstag des Kinderfestes mitunter etwas beengt aussah, so war doch immer genug Platz, damit die Kinder und Jugendlichen ihren Spaß an dem Angebot der Werbegemeinschaft, der Stadtverwaltung und den vielen Vereinen hatten.
Kinder probieren sich an Instrumenten aus
Die Stadtkapelle bot ein sogenanntes Instrumentenkarussell an. Dabei überzeugte vor allem der junge Marko. Es ist möglich, dass die Jugendlichen der Stadtkapelle einen talentierten Nachwuchsmusiker rekrutiert haben. Denn er schaffte es, aus einer Posaune saubere Töne zu holen – und das bereits bei seinem ersten Versuch. Die Erfahrung, die dagegen viele andere machen, ist eher, dass ohne Übung ein Blechblasinstrument nur furchtbar laut ist.
Den teilnehmenden Vereinen bot sich gerade durch das rege Interesse der vielen jüngeren Besucher und deren Eltern oder Großeltern die Chance, auch ihre eigene Jugendarbeit vorzustellen. Das galt am Ende auch für Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Sie löschten einen imaginierten Brand am Brunnen auf dem Marktplatz.
Erstes Fazit
Das Kinderfest (wir haben darüber mehrfach berichtet) hat seinen Ursprung in der oberen Marktstraße. Christa Metzger, die im Jahr 1996 die Idee hatte, war am Samstag, dem 30. Geburtstag, verhindert. Schwiegertochter Sarina Metzger, die jahrelang für die Werbegemeinschaft das Fest mitbetreut hat, war am Ende mit dem Besuch sehr zufrieden. Gerade angesichts des Wetters sei es schön, dass das Kinderfest „von Anfang bis Ende so gut besucht war“.