Bei der zentralen Gedenkfeier zum Volkstrauertag wurde auf dem Fahrnauer Friedhof der Opfer von Gewalt und Terror gedacht. Auch in anderen Ortsteilen gab es Veranstaltungen.
Bürgermeister Dirk Harscher, Walter Jakobeit, Maren Groß (beide Kriegsgräberfürsorge), Erhard Schöpflin und Belinda Spettl (beide VdK) legten am Volkstrauertag auf dem Fahrnauer Friedhof einen Kranz am Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs nieder. Musikalisch umrahmt wurde das Gedenken von Bläsern des Musikvereins Fahrnau. Kranzniederlegungen gab es auch auf den Friedhöfen in Schopfheim, Gersbach, Eichen, Langenau, Raitbach und Wiechs.
„Erinnerung versöhnt und heilt“, sagte Pfarrer Stefan Mahler in seiner Ansprache in der Friedhofskapelle. Am Beispiel des 9. November würden die beiden Dimensionen des Erinnerns und Gedenkens sichtbar: die beschämende der Gottesferne und die hoffnungsvolle der Gottesnähe. Während der 9. November 1938 angesichts der Reichspogromnacht ein Tag der Gottesferne sei, sei der 9. November 1989 ein Gedenktag der Gottesnähe – etwa für den Pfarrer der Nikolaikirche in Leipzig. „Dass eine gewaltfreie Veränderung von Friedensgebeten dieser Kirche ausgehen konnte, ist für ihn prägend geworden“, sagte der Mahler.
Junge Männer und Frauen der Kaufmännischen Schule aus Schopfheim und ihre Lehrerin Clara Schwarz erinnerten an die Opfer vergangener Kriege und schilderten das Leid und die Demütigung, die Menschen in aktuellen gewaltsamen Auseinandersetzungen erleben. Bürgermeister Dirk Harscher bedankte sich für die würdevolle Gedenkansprache des Geistlichen und den „eindrucksvollen und rührenden“ Beitrag der Schüler. Es sei heute wichtiger denn je, dass man an die Opfer von Terror und Gewalt erinnere. „Es ist grausam, was sich in der Welt abspielt.“