Bürgermeisterin Kristin Fuchs hielt eine Ansprache am Ehrenmal für die gefallenen Soldaten Foto: Heinz Vollmar

Bei der Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Grenzach-Wyhlen erinnerte Hannelore Nuß nicht nur an die Opfer der Weltkriege, sondern auch an den Krieg in der Ukraine.

Gleichzeitig führte die Bürgermeisterstellvertreterin an, dass die Aggression des Diktators Putin Europa und die Welt vor noch nie dagewesene Herausforderungen stelle. Bedrückend seien darüber hinaus die Nachrichten aus dem Nahen Osten, und auch im Verhältnis zu den USA erlebe Europa Spannungen, die man bisher so nicht kannte.

 

„Wir dürfen nicht still sein“

Nur über Frieden reden genüge daher nicht, so Nuß. „Wir dürfen nicht still sein, nicht akzeptieren, dass die Gewalt uns irgendwo dort abholt und beherrscht, wo wir uns sicher fühlen. Hass und Feindlichkeit ist nichts, was woanders und weit weg ist, es unter uns, hat sich in unseren Alltag eingeschlichen und wird jünger.“ Man müsse sich daher fragen, welchen Beitrag man selbst leisten müsse, um diese nicht ganz ungefährliche Entwicklung zu stoppen, so Nuss.

Kraft zur Veränderung aus der Erinnerung

Am Ehrenmal für die gefallenen Soldaten rief Bürgermeisterin Kristin Fuchs den Teilnehmern der Gedenkveranstaltung zu: „Lasst uns heute nicht nur trauern, sondern auch hoffen, denn aus der Erinnerung wächst die Kraft zur Veränderung. Aus dem Gedenken entsteht auch die Verpflichtung, das Leben zu schützen. Und aus der Stille erwächst die Stimme für den Frieden.“

Musikalisch begleitet wurde die Rede von Hannelore Nuß in der Aussegnungshalle des Friedhofs vom Liedermacher Klaus Böffert. Die Ehrenwache stellte die Reservistenkameradschaft Rheinfelden-Bad Säckingen.