"Trara auf dem Bazar" ist am 5. November in der Turn- und Festhalle Endingen angesagt, denn so heißt das neue, von Autor und Regisseur Thomas Haug geschriebene Stück des Volkstheaters Balingen.
Balingen - "Das Lampenfieber, die Nervosität und die Panik steigen von Tag zu Tag", erklärt Thomas Haug. "Wir waren leider noch bei keiner Durchlaufprobe komplett", bedauert er. Auch bei der jüngsten Probe konnte er nicht auf alle Akteure zurückgreifen, da der Neuling im Team, Marie-Luise Müller, im Urlaub weilte. Um den Rückstand aufzuholen ist ackern angesagt und deshalb wird die Anzahl der Proben bis zur Premiere erheblich zunehmen.
Nach "Hotel Papa – Vorsicht auf Gleis 3", das von 2019 bis 2021 auf dem Programm stand, ist "Trara auf dem Bazar" das zweite von Haug geschriebene Stück. "Genauer gesagt schon das vierte, denn zwei andere kamen bei meinen Theaterkollegen nicht so gut an", sagt Haug.
Bestsellerautorin kommt
Bei "Trara auf dem Bazar" kündigt sich für den traditionellen Hobbykünstlermarkt die vermeintliche Beststellerautorin Sabine Freisang mit ihren selbst gemachten Seifen an und bekommt zum Unmut der anderen Marktbeschicker auch noch den besten Standplatz zugeteilt. Jedoch handelt es sich um eine andere Sabine Freisang, die versucht ihre neu gewonnene Popularität auszunutzen. Nur Pfarrer Huber weiß über den Betrug Bescheid.
"Wir wollten einfach mal raus aus dem Wohnzimmer und da hat sich ein Marktplatz als Kulisse angeboten, zumal ich und meine Frau alljährlich auch auf dem Ostdorfer Künstlermarkt mit einem Stand vertreten sind", erklärt der Autor. "Ähnlichkeiten mit Lebenden sind nicht beabsichtigt“, sagt Haug mit einem Augenzwinkern.
"Mal klappt es, mal nicht"
"Nach einer gewissen Zeit ist irgendwann auch Routine drin, aber jede Aufführung ist anders. Viele Besucher kommen bei einem Programm zwei- bis dreimal zu uns und denken manchmal, das ist etwas komplett anderes, weil einmal klappt die Szene und einmal nicht", sagt der Vorsitzende des Balinger Volkstheaters, Michael Schwindt. "Wenn verbockt, dann verbockt – aber das ist Volkstheater", sieht Haug etwaige Fehler unproblematisch. "Unsere Besucher möchten nichts Tieftragendes wie ein Shakespeare-Stück, sie möchten raus aus dem Alltag und einfach lachen und Spaß haben. Sie merken wie viel Herzblut wir hineinstecken und welche Freude wir am Spielen haben. Wir möchten einfach nur auf die Bühne, das ist unsere Leidenschaft und wir sind süchtig nach Applaus und Lachen. Unsere Charaktere sind einfach lebensecht und original und deshalb hören wir oft ›Boah, das ist ja echt wie dahoam‹", berichtet Schwindt.
Liebe zum Detail
Viel Liebe zum Detail steckt auch in den Kulissen, die vom Mann einer Theaterspielerin in mühevoller Arbeit gebaut wurden. "Bei der Requisite ist es immer ein Entwicklungsprozess, erst haben wir nur weniges und dann kommt immer mehr dazu. Unsere Theaterspielerinnen haben großen Spaß daran gegebenenfalls etwas umzugestalten, um die Kulisse so authentisch wie möglich zu halten", erklärt Haug.
"Trara auf dem Bazar": Premiere ist am Samstag, 5. November, um 19.30 in der Turn- und Festhalle Endingen. Weitere Aufführungen: Hochmössingen (12. November), Wilflingen (19. November) und im kommenden Jahr in der Stadthalle Balingen (2. April) sowie bei der Balinger Gartenschau am 18. Mai und am 6. Juli.