Das Akkordeon spielt Marvin Markel seitdem er sechs Jahre alt war – die Mühe scheint sich bezahlt zu machen. Foto: Jäger

Marvin Markel aus Gündringen macht Musik so lange er denken kann. Volksmusik hat in seiner Familie eine lange Tradition. Nun hat er seinen ersten eigenen Song veröffentlicht.

Sein Gesangslehrer sagt über Marvin Markel, er sei ein aufstrebender junger Künstler. Der 17-Jährige macht Musik, so lange er denken kann und beweist immer mehr auch sein Showtalent. Er stellt nun seine erste Single vor – im Rahmen eines musikalischen Abends im Gasthaus Mohren in Gündringen.

 

Die Familie stammt aus Siebenbürgen. Seine Großeltern und Eltern waren noch Angehörige der dort ansässigen deutschen Minderheit und bei Marvins musikalischer Entwicklung ein wichtiger Teil. Der Vater spielte bereits früher Trompete in einer Band und besonders die Volksmusik ist eine gut gepflegte Familientradition. Marvin Markel ist mit Schlager und Volksmusik groß geworden. Mit drei Jahren fand er sich erstmals zur musikalischen Früherziehung in der Musikschule Nagold ein. Mit sechs Jahren begann er, Akkordeon zu spielen.

Es war der Startschuss für eine breite instrumentale Bildung. Heute ist er praktisch eine Ein-Mann-Kapelle. An der Musikschule lernte er Keyboard, Gesang und Stimmbildung und professionalisierte sein Akkordeonspiel. Momentan ist er dabei, seine Kenntnisse des Saxofons zu vertiefen und bringt sich autodidaktisch das Bassspielen bei. Dafür übt er eigentlich täglich und verbringt jeden Mittwoch an die zweieinhalb Stunden in der Städtischen Musikschule Nagold.

Mit der Musik aufgewachsen

Die Geschichte der Familie als deutsche Minderheit auf dem Gebiet des heutigen Rumänien hat wohl ihren Teil dazu beigetragen, dass auch Markel heute eine besondere Beziehung zur Volksmusik hat. Diese Form von Kulturgut war lange Zeit ein wichtiger Teil der Selbstvergewisserung seiner Familie gewesen. Und die Frage, ob er sich für seine Musik und seinen Stil entschieden hat oder ob er hineingewachsen ist, kann er ohne großes Nachdenken beantworten: Natürlich gilt beides.

Und das treibt Früchte. Gerade veröffentlichte er seine erste Single. Im Herbst 2022 begann er den Text zu schreiben. Manchmal musste er mit seinem Roller rechts ran fahren, weil ihm ein Reim oder eine neue Zeile in den Sinn kam. Er blieb am Seitenstreifen stehen und schrieb sie eilig auf, bevor sie ihm verloren gehen konnte.

Im August 2023 war es dann so weit, dass er seine Single aufnehmen konnte. Eine aufregende Angelegenheit für einen 17-Jährigen, der so lange musiziert, wie er laufen kann. Mit der Unterstützung seines Gesangslehrers Reiner Hiby besuchte er ein Tonstudio in Weingarten und spielte den größten Teil der Instrumente live ein.

„Mal schauen, was sich entwickelt“

Neben seiner musikalischen Ader gibt Markel das Bild eines bodenständigen Menschen ab. Selbstverständlich muss er die Schule beenden. Vielleicht eine Ausbildung machen. Doch da sind auch noch die Instrumente, seine Begabung als Unterhalter und sein absolutes Gehör. Die meisten Lieder, die er hört, kann er nach kürzester Zeit und ohne Noten, einfach durch das Erkennen der Töne, nachspielen. „Mal schauen, was sich entwickelt“, sagt er.

Es gibt keine Luftschlösser, denen er nachhängt. Marvin Markel will seinen Weg gehen und die Chancen nutzen, die sich ihm bieten. Am Samstag, 10. Februar, ab 18.30 Uhr, präsentiert er seinen Song im Rahmen eines musikalischen Abends im Gasthaus Mohren in Gündringen. Der Eintritt ist frei, es wird darum gebeten, sich vorab beim Gasthaus Mohren unter der Nummer 01744282209 anzumelden. Es wird interessant sein zu sehen, wohin ihn sein Potenzial noch trägt. „Wie es kommt, so kommt es.“