Große Freude bei (von links) Mario Gotterbarm und André Dreier (VHSON), Oberbürgermeister Jürgen Großmann und Gerhard Kurz (Quacert). Foto: Jannis Jäger

Die Volkshochschule Oberes Nagoldtal wurde erneut als Träger zertifiziert, um beispielsweise öffentliche Arbeitsförderung anbieten zu können – ein wichtiges Siegel für konstant gute Arbeit.

Die Volkshochschule Oberes Nagoldtal (VHSON) ist für weitere fünf Jahre zertifiziert worden. Damit wird sie weiterhin ein zugelassener Träger für Maßnahmen und Angebote im Bereich Integration und Arbeitsförderung sein.

 

Dahinter stehe die klare Erkenntnis, so Oberbürgermeister Jürgen Großmann, dass die Volkshochschule hier in der Region sehr gute Arbeit leiste. Die Rezertifizierung sei eine Anerkennung für ein konstant hohes Niveau.

Die Rezertifizierung ist für die Volkshochschule eine wichtige Grundlage ihrer Arbeit. Denn durch den regelmäßigen Nachweis von Qualitätsstandards wird sie in die Lage versetzt, Aufträge aus öffentlicher Hand annehmen zu können.

Weiterbildungsmaßnahmen

In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter oder dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) können so Weiterbildungsmaßnahmen sowie Integrations- und Sprachkurse angeboten werden. Solche Aufträge aus öffentlicher Hand setzten eine Zertifizierung voraus.

Der Einschätzung von Gerhard Kurz nach, von der Gesellschaft zur Zertifizierung von Qualitätsmanagement-Systemen (Quacert), die die unabhängige Prüfung durchgeführt hatte, sei das gute Nagolder Abschneiden nicht ohne Weiteres zu erreichen. Erfreulicherweise hätten keine groben Abweichungen oder Mängel festgestellt werden können. Er wisse, dass es für Volkshochschulen oft nicht leicht sei, ein so breites Spektrum von Kursen und Maßnahmen anbieten zu können und dabei gleichmäßig hohe Standards einzuhalten. Doch zumindest in Nagold sei dies ohne größere Schwierigkeiten zu machen gewesen.

Öffentliche Mittel richtig eingesetzt

„Man wird da auf Herz und Nieren geprüft“, sagt Mario Gotterbarm, Geschäftsführer der Volkshochschule. Außerdem finden im Lauf der fünf Jahre regelmäßige Prüfungen zur Qualitätssicherung statt. Analoge wie digitale Infrastruktur würde abgeklopft sowie die Qualität des Lehrpersonals überprüft. Dabei gilt es klare Richtlinien einzuhalten. Zugute komme der VHSON in diesem Rahmen, dass es in den letzten Jahren seit Corona gelungen ist, die Verwaltung und das Kursmanagement zu digitalisieren. Die komplette IT-Infrastruktur wurde auf neue, moderne Beine gestellt. Dass man nun wieder zertifiziert werden konnte, gebe der VHS eine Planungssicherheit, die nicht zu unterschätzen sei zur Erfüllung ihres Auftrags.

„Wir sind sehr erleichtert“, sagte Oberbürgermeister Großmann. Viele wichtige Maßnahmen würden ohne die Rezertifizierung wegfallen. Es sei wichtig, dass die VHS ihren Aufgaben weiter nachkommen könne, die allen Erwartungen nach in Zukunft merklich zunehmen werden. Daher sei es wichtig die Qualität des Angebots konstant hoch zu halten – Schließlich werden auch öffentliche Gelder darauf verwandt, und es ist wichtig dem Steuerzahler versichern zu können, dass die Mittel gut eingesetzt werden.

„Wir bieten den kompletten Pfad“

Von außen sehe man oft nicht, wie viel die Volkshochschulen leisten. Das komplette Programm wird von dem meisten Menschen nicht erfasst. „Wir bieten den kompletten Pfad an“, sagt Gotterbarm. Integrations- und Sprachkurse, Berufsvorbereitungs- und Vermittlungsmaßnahmen – vom ersten Wort Deutsch bis zur Integration in den Arbeitsmarkt.

„Im Moment laufen bei uns sieben Integrationskurse und ein Berufssprachkurs. Am 5. Februar wird ein zweiter Berufssprachkurs beginnen.“ Für Gotterbarm ist es eine schöne Bestätigung seiner und der Arbeit des gesamten VHS-Teams durch die Zertifizierungsstelle. Man habe schließlich für die Zukunft noch viel vor.