Mehr als 195 000 Besucher strömten 2025 zum „Messdi“. Auch 2026 soll die Großveranstaltung wieder Menschen aus der Region nach Kehl ziehen.
Zum dritten Mal verantwortet die Kehl-Marketing die Organisation der Großveranstaltung. Monatelange Planung, intensive Abstimmung und zahlreiche Gespräche mit unterschiedlichen Bereichen der Stadtverwaltung, mit der Polizei, Rettungsdiensten sowie mit den Dienstleistern sind erforderlich, um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. „Der Messdi ist ein riesiges Gemeinschaftsprojekt, bei dem viele Bereiche ineinandergreifen“, sagt Tourismusleiterin Antje Lenz von der Kehl-Marketing.
Nach dem Messdi ist vor dem Messdi: Kaum waren die Bühnen und Stände abgebaut, ging es nach einer kurzen Nachbereitungsphase, wieder in die Vorbereitungen für das nächste Jahr. Rückmeldungen von Partnern sowie von Besuchern wurden ausgewertet und flossen in die Vorbereitungen für 2026 ein, heißt es in der Mitteilung weiter. Programmplanung, die Auswahl und Koordinierung der Aussteller, die Erstellung des Lageplans, Verkehrs- und Parkregelung, Gespräche mit Sponsoren, Werbung sowie die Abstimmung der Veranstaltungstechnik: für die Organisation einer so großen Veranstaltung bedarf es mehr oder weniger die Beteiligung aller 19 Mitarbeiter der Kehl-Marketing.
Vier Bühnen und mehr als 50 Programmpunkte
Mehr als 50 Programmpunkte auf insgesamt vier Bühnen sind für den Messdi geplant. Dabei gehe es nicht nur um die Auswahl der Bands: Spielzeiten, Umbauphasen und technische Anforderungen müssten ebenfalls abgestimmt werden. Für die Technik mussten Angebote eingeholt werden. Vier verschiedene Anbieter sorgen für den Sound auf den Bühnen und kümmern sich um die zwei großen Videoleinwände, wird in der Mitteilung erklärt.
Bei der Auswahl der Aussteller setze die Kehl-Marketing auf eine ausgewogene Mischung aus Gastronomie-, Handels- und Schaustellerangeboten. Lokale und regionale Anbieter sowie Vereine werden bevorzugt. „Wir wollen ein möglichst breites Angebot“, sagt Lenz. Über ein Online-Portal konnten sich Standbetreiber bewerben. Die Nachfrage sei dabei größer als die verfügbaren Plätze. Ist die Auswahl getroffen, müsse ein Lageplan erstellt werden. Mehr als 100 Stände müssten so platziert werden, dass für alle ausreichend Platz ist, die Besucherströme funktionieren und die Rettungswege frei bleiben. „Das ist manchmal wie Tetris spielen“, beschreibt Lenz die Aufgabe. Neben der digitalen Planung, werde schon mal Hand angelegt, und die Standumrisse vor Ort eingezeichnet, um sicher zu gehen, dass später alles passt.
In den vergangenen Jahren habe das Sicherheitskonzept an immer größerer Bedeutung gewonnen. Nicht nur die Kosten sind gestiegen, auch der Zeitaufwand wird größer. Hierfür arbeitet die Kehl-Marketing eng mit Polizei, Feuerwehr, Ordnungswesen, Verkehrswesen, Betriebshof und dem Roten Kreuz zusammen. Unter anderem müssen die Zufahrten während der gesamten Veranstaltung gesperrt bleiben. Beim vergangenen Messdi kamen erstmals sogenannte Indutainer zum Einsatz. Die Faltcontainer werden mit rund 1500 Liter gefüllt und verwandeln sich in unpassierbare Durchfahrsperren.
Erstmals wird es Parkeinweiser geben
Auch das Thema Parken und Anreise muss bei solch einer Veranstaltung organisiert werden. Erstmals wird es Parkeinweiser auf dem Läger-Parkplatz geben, die für einen geregelten Ablauf sorgen sollen. Wer sein Auto Zuhause stehenlassen möchte, hat auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, den Messdi-Bus zu nutzen. Dafür werden mit Verkehrsunternehmen Sonderfahrten geplant, damit Besucher bequem zum Festgelände gelangen können.
Eng arbeitet das Organisationsteam mit dem Betriebshof zusammen. Die Mitarbeiter bereiten das Festgelände vor, entfernen Bänke und Mülleimer, stellen Bauzaun und Durchfahrsperren auf und sind während der Veranstaltungstage und im Nachgang für die Reinigung zuständig.
Am Montag vor dem Messdi beginnt der Aufbau
Koordiniert werden muss auch der Aufbau. Bevor der jedoch beginnen kann, müssen Stromleitungen gelegt werden, um die mehr als 100 Stände und Fahrgeschäfte mit Energie zu versorgen. Am Montag vor dem Messdi beginnt der eigentliche Aufbau. Ein erstes Durchatmen gibt es für Lenz und ihr Team, wenn alle Stände stehen. „Und noch einmal beim Fassanstich, wenn der Messdi offiziell eröffnet ist“, erzählt sie. Ganz zur Ruhe kommt das Team jedoch auch dann nicht: Während der Veranstaltung sind die Mitarbeiter im Zweischichtbetrieb als Ansprechpartner vor Ort. Hinter dem Messdi steckt mehr Organisationsaufwand, einer, der sich aus Sicht von Lenz lohnt: „Nicht nur für die Kehlerinnen und Kehler hat er einen großen Stellenwert, er ist natürlich auch ein großer Wirtschaftsfaktor.“
Info – Becher statt Glas
Die Kehl-Marketing setzt wieder auf den Messdi-Becher, für den es positive Rückmeldungen gegeben habe: „Er sorgt dafür, dass auf dem Marktplatz und der Innenstadt kaum noch Glasbruch entsteht“, sagt Lenz. Auch der Messdi-Fünfer wird wieder ausgegeben. Der Gutschein kann an den Ständen auf dem Festgelände und bei teilnehmenden Einzelhändlern eingelöst werden.