Arndt Ständer, der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Zollernalb, sprach beim Neujahrsempfang in der Stadthalle Balingen von der Zukunftsfähigkeit nach der Fusion. Foto: Vera Bender

Erstmals nach der Dreier-Fusion hat die Volksbank Zollernalb zum Neujahrsempfang eingeladen.

Es war der erste Neujahrsempfang nach der Fusion dreier Genossenschaftsbanken zur Volksbank Zollernalb. Der Vorstandsvorsitzende hielt Rück- und Ausblick.

 

In einer Zeit des stetigen Wandels, der zunehmenden Krisenherde und der politischen Umbrüche begrüßte Moderator Johannes Edel am Dienstagabend die Gäste der Volksbank Zollernalb in der Balinger Stadthalle. Die Halle war voll, das Who is Who der Region gab sich ein Stelldichein: allein 20 amtierende und ehemalige Stadtoberhäupter, Landrat Günther-Martin Pauli und Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut, die ein Grußwort an die Versammelten sprach.

„Zuversicht verbindet“

Als Vorstandsvorsitzender Arndt Ständer, auch im Namen seiner vier Vorstandskollegen und den zwei Generalbevollmächtigten, zu seiner Rede ansetzte, war die Stimmung im Saal bestens. Er sprach allgemein von „Zeiten der Veränderung“, in der Zuversicht verbinde. Schließlich prangte auf dem Banner neben der Bühne die Aussage „Gemeinsam sind wir stärker“. Quasi das Motto der Veranstaltung sowie Leitspruch des Zusammenschlusses von Volksbank Hohenzollern-Balingen, Volksbank Albstadt und Volksbank Heuberg-Winterlingen zur neuen Volksbank Zollernalb.

31 Filialen

Diese ist nun von Haigerloch bis Stetten am kalten Markt und von Schömberg bis Gammertingen mit 31 Filialen vertreten, zählt mehr als 120.000 Kunden und über 68.000 Mitglieder, beschäftigt 495 Mitarbeiter, und erreicht eine Bilanzsumme von knapp vier Milliarden Euro. Die Zahl der Mitglieder und der gezeichneten Anteile ist letztlich für eine Genossenschaft entscheidend, was deren Eigenkapitalquote betrifft, anhand derer sich wiederum das Finanzvolumen orientiert, das ein Kreditinstitut auflegen darf.

Zukunftsfähigkeit

Die Volksbank Zollernalb ist somit gut aufgestellt und der Vorstand blickt zuversichtlich in die Zukunft. „Die erfolgreiche Fusion war ein strategisch richtiges und zukunftsweisendes Konzept mit einem herausfordernden Zeitplan“, stellte Arndt Ständer fest und dankte an dieser Stelle allen Beteiligten – vom einzelnen Mitarbeiter bis zu den Kunden. Die „angemessene Eigenkapitalbildung“ trage laut Vorstandsvorsitzendem dazu bei, „die Zukunftsfähigkeit sicherzustellen“.

Mit einem Blick auf die vergangene Bundestagswahl und die bevorstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg, auf den derzeitigen Höchststand des DAX sowie den regionalen Mittelstand, der unter einem gestiegenen Investitionsdruck stehe, während sich die Absatzmärkte dramatisch schnell veränderten, bemerkte Arndt Ständer: „Wir haben schon oft bewiesen, dass wir Wandel können.“ Die Volksbank Zollernalb stehe als verlässlicher Partner den Kunden zur Seite und bleibe in der Region verwurzelt.

Überwältigende Mehrheit

Freudig berichtete Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Andreas Fandrich von der „überwältigenden Mehrheit“, mit der in allen drei Vertreterversammlungen für die Fusion der drei Genossenschaftsbanken gestimmt wurde – bei nur zwei Gegenstimmen.

Kritisch nachgefragt

Am Rande des Neujahrsempfangs wollte unsere Redaktion Genaueres zur Belastung der Mitarbeiter und zu technischen Schwierigkeiten wissen. Vorstandsvorsitzender Arndt Ständer ging auf die Fragen ein und erläuterte: „Die Fusion war für unser Haus ein bedeutender Schritt und mit einem hohen organisatorischen und fachlichen Einsatz unserer Mitarbeitenden verbunden. Dass eine solche Phase für viele Mitarbeitenden zeitweise mit einer erhöhten Arbeitsbelastung einhergeht, war und ist uns bewusst – und das nehmen wir sehr ernst. Unsere Mitarbeitenden haben in den vergangenen Monaten mit größtem Engagement und hoher Professionalität wesentlich dazu beigetragen, die Fusion erfolgreich umzusetzen. Dafür sind wir sehr dankbar. Nach dem Abschluss der zentralen Fusionsschritte liegt nun ein besonderer Fokus darauf, Prozesse zu stabilisieren, Arbeitsabläufe zu vereinfachen und nachhaltig für Entlastung zu sorgen.“

Einheitliche IT

Und weiter: „Im Zuge der Fusion war auch eine umfangreiche technische Zusammenführung unserer IT-Systeme notwendig. Die Zusammenführung der drei Banken war eine große technische Herausforderung mit manch technischen Hürden, die vereinzelt zu Störungen geführt haben. Wir verstehen den Ärger, den die vielen Änderungen und die vereinzelten Störungen bei betroffenen Kundinnen und Kunden ausgelöst haben, sehr gut, und bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten ausdrücklich. Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden nehmen wir sehr ernst – sie helfen uns, Prozesse weiter zu verbessern.“