Senioren werden immer wieder zum Opfer von Schockanrufen. Foto: Pedersen

Die Lahrer Volksbank warnt vor einer aktuellen Betrugsmasche. Sie rät dringend, sich nicht am Telefon von Unbekannten unter Druck setzen zu lassen.

Die Volksbank Lahr macht auf eine aktuelle Betrugsmasche aufmerksam, bei der sich Täter am Telefon als Polizisten ausgeben. Die Angerufenen sollen dazu gebracht werden, hohe Beträge von ihrem Konto abzuheben. Den Bankbeschäftigten sollen nicht sagen, wofür das Geld benötigt wird oder einen frei erfundenen Grund nennen. Solche Fälle hätten sich zuletzt gehäuft, heißt es.

 

In einem aktuellen Fall wurde eine Kundin der Lahrer Volksbank von einem angeblichen Polizisten kontaktiert, der vorgab, gegen einen Bankmitarbeiter zu ermitteln. Die Frau wurde aufgefordert, Geld abzuheben und als Vorwand gegenüber der Bank eine frei erfundene Geschichte – etwa eine Renovierung bei der Tochter – zu nennen. Allerdings wurde die Kundin misstrauisch, fiel nicht auf den Betrug herein, sondern verständigte die Polizei.

Solche Anrufe seien von großer krimineller Energie getrieben und setzen auf psychologischen Druck. Zudem werde oft verlangt schnell zu handeln, betont die Volksbank Lahr. Das Kreditinstitut bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und weist darauf hin, sich von solchen Anrufen nicht verunsichern zu lassen und das Gespräch sofort abzubrechen. Der Rat gehe insbesondere an Senioren, die oft im Visier von Betrügern stehen. Umso wichtiger sei es, in den Familien und im Freundeskreis über diese Betrugsmasche zu sprechen. Auch die Volksbank-Mitarbeiter seien für Fragen da, unter Telefon 07821/27 20.

Echte Polizisten würden niemals am Telefon dazu auffordern, Bargeld abzuheben oder Überweisungen vorzunehmen, wird in der Bankmitteilung betont. Grundsätzlich dürfe man nie vertrauliche Informationen wie Kontodaten, Geheimzahlen oder Passwörter am Telefon weitergeben. Verdächtige Gespräche sollten sofort beendet und die örtliche Polizei unter einer offiziellen Telefonnummer angerufen werden. „Jeden Verdachtsfall umgehend der Hausbank und der Polizei melden“, lautet der abschließende Appell der Lahrer Volksbank.