Günther Heck war seit 2011 Vorstandsvorsitzender der Volksbank Dreiländereck. Foto: Volksbank Dreiländereck/Jana Hollenweger

Günther Heck, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Dreiländereck, geht in den Ruhestand. Die Nachfolge ist bereits geregelt.

Nach 47 Berufsjahren, davon 18 Jahre bei der Volksbank Dreiländereck, beginnt für den Vorstandsvorsitzenden Günther Heck zum 30. Juni der Ruhestand. Die Verabschiedung findet während der Vertreterversammlung am 10. Juni statt, teilt die Bank mit.

 

Der berufliche Werdegang

Heck blickt auf eine berufliche Laufbahn zurück, die 1979 mit einer Ausbildung zum Bankkaufmann begann. Stationen bei einer regionalen Sparkasse, der Volksbank Schopfheim, der Volksbank Hochschwarzwald sowie der VR-Bank Schopfheim-Maulburg führten ihn 2008 zur Volksbank Dreiländereck. 2011 wurde er zum Vorstandsvorsitzenden bestellt.

Ökonomische Entwicklung

Während seiner Amtszeit entwickelte sich die Bank außerordentlich positiv, wird in einer Mitteilung an die Medien betont. Die Bilanzsumme stieg von einer Milliarde Euro (2008) auf 2,3 Milliarden Euro (2025), das betreute Kundenvolumen von 1,8 Milliarden Euro auf 4,8  Milliarden Euro und das Eigenkapital wuchs von 49 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro. Die Anzahl der Mitglieder stieg von 25.631 auf 43.413 an.

Wie er die Bank prägte

„Die Unterstützung und Begleitung des heimischen Mittelstands lagen Heck besonders am Herzen“, heißt es.

Er war zudem bei zahlreichen innovativen Entwicklungen der Bank ein maßgeblicher Impulsgeber. Dazu zählt insbesondere die Einführung einer modernen, werteorientierten Unternehmenskultur. Ein zentrales Anliegen war dabei, die Volksbank Dreiländereck als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren.

Als persönliches Highlight bezeichnet Günther Heck die Fusion der Volksbank Dreiländereck mit der VR-Bank Schopfheim-Maulburg im Jahr 2021. Hier schlossen sich zwei erfolgreiche regionale Genossenschaftsbanken zusammen.

Die Chance in der Krise

Auch herausfordernde Zeiten prägten seine Amtszeit – darunter die Finanzmarktkrise 2008, die europäische Staatsschuldenkrise 2010 sowie die langjährige Negativzinsphase. Heck betont jedoch, dass jede Phase auch Chancen bot, die Bank weiterzuentwickeln.

Die Führungshaltung

Was Günther Heck als Vorstandsvorsitzendem besonders wichtig war, beschreibt er mit den Worten: „Verlässlichkeit und Klarheit in Entscheidungen, ein verantwortungsvoller Umgang mit Mitgliedern, Kunden und Ressourcen und die enge Zusammenarbeit zwischen Vorstand, Führungskräften und Aufsichtsrat.“ Sein Blick für das Wesentliche und seine Erfahrung habe dem Team auch in schwierigen Situationen Orientierung gegeben, heißt es.

Heck richtet seinen Dank an alle 280 Mitarbeiter: „Die positive Entwicklung der Bank ist das Ergebnis gemeinsamen Engagements. Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen für ihre ihren Einsatz und ihr Vertrauen.“

Die Nachfolge

Zum 1. Juli 2026 übernimmt ein paritätisch besetztes Vorstandsteam die Leitung der Bank. Marco Kückmann und Christoph Schäuble führen die Volksbank Dreiländereck künftig gemeinsam.

Während Kückmann bereits seit sechseinhalb Jahren Vorstandsmitglied ist, wurde Schäuble zum 1. Mai 2025 in den Vorstand berufen. Er war zuvor Bereichsleiter Firmenkunden und Prokurist.