Neujahrsempfänge sind naturgemäß gute Gelegenheiten, Ausblicke in die Zukunft zu wagen – besonders, wenn, wie im Falle der Volksbank Albstadt, eine Fusion ins Haus steht.
Die Bank-Familie soll größer werden – das hatten die Volksbank Hohenzollern-Balingen, die Volksbank Albstadt und die VR-Bank Heuberg-Winterlingen Ende Januar bekannt gegeben und über ihre Fusionsgespräche informiert.
Beim Neujahrsempfang der Volksbank Albstadt wurde Vorstandssprecher Robert Kling konkreter. „Sie können es heraushören“, sagte er bei der Begrüßung der Kollegen der anderen Volksbanken ans Publikum gewandt. „Wir haben uns in den vergangenen Wochen öfters gesehen, um über die Zukunft zu sprechen.“ Es seien gute Gespräche gewesen, resümierte Kling, und man bleibe „im konstruktiven Dialog“.
„Viermal 40 Jahre, viermal Schwabenalter“ werde die Volksbank Albstadt einbringen in die neue Volksbank Zollernalb – und zwar noch dieses Jahr, erklärte Kling – wobei er kein Hehl daraus machte, dass die Euphorie anfangs durchaus verhalten gewesen sei: „Es war, als habe man in eine ‚neue Familie‘ hineingeheiratet und sitze erstmals bei Tisch.“
Doch nach dem „ersten Beschnuppern“ sei schnell klar gewesen: In dieser Familie lasse es sich aushalten. „Sie wird größer, sie wird stärker, sie wird flexibler, sie wird moderner.“ Folgerichtig seien Dur-Töne an die Stelle der anfangs vernehmbaren Moll-Töne getreten, versicherte der Vorstandssprecher und zitierte Aristoteles: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“ Dem Zollernalbkreis biete sich die „historische Chance auf eine starke Genossenschaftsbank: „Und die hat die Region auch verdient.“
„Die neue Volksbank wird ,Mann und Maus’ brauchen
Eine wichtige Botschaft in Sachen Fusion galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: „Die Volksbank Zollernalb braucht ‚Mann und Maus‘, also jede und jeden einzelnen von Ihnen. Betriebsbedingte Kündigungen schließen wir kategorisch aus!“ Und an die Vertreter im Saal gewandt erklärte Kling: „Sie sind das wichtigste Gremium und höchste Organ unserer Bank und unserer drei Banken. Sie entscheiden über die Fusion, das Zusammengehen. Sie sind die Trauzeugen der Bankenehe.“
Ferner sei der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband in das Fusionsprojekt miteinbezogen, denn er erstelle das Verschmelzungsgutachten und begleite und überwache den Vollzug der Fusion.
Informationsabend für die Vertreter ist für 8. Mai geplant
Zwei wichtige Termine kündigte Kling in diesem Zusammenhang auch gleich mit an. Am Donnerstag, 8. Mai, findet ein Informations- und Dialogabend für die Vertreterinnen und Vertreter statt; bis dahin, versprach Kling, werde auch der Jahresabschluss der Volksbank Albstadt vorliegen.
Am Montag, 2. Juni, tagt dann die Vertreterversammlung in der Ebinger Festhalle – und zwar nicht nur, um das Jahresergebnis zur Kenntnis zu nehmen, sondern auch, um über die Fusion abzustimmen.
Andreas Fandrich, der Aufsichtsratsvorsitzende, griff angesichts des Themas Fusion zu musikalischen Metaphern: „Wir schaffen Einklang im Dreiklang. Alles harmonisch.“ Das sei die Botschaft dieses Abends.