Für Geflügel gelten ab sofort strenge Schutzmaßnahmen. (Symbolfoto) Foto: Kästle

Nachdem zuletzt am 22. April im französischen Illkirch-Graffenstaden die Vogelgrippe ausgebrochen war, wurde nun auch auf deutscher Seite, in einer Hobbyhaltung in Kehl-Kittersburg das Geflügelpestvirus amtlich festgestellt, teilt das Landratsamt mit. Ursache sei vermutlich die Ansteckung über Wildvögel.

Kehl - Nun werden sogenannte Restriktionszonen gebildet, in denen abgestufte Bekämpfungsmaßnahmen gelten: die Schutzzone, einen inneren Ring, der mindestens drei Kilometer um den Ausbruchsbetrieb herum gebildet wird und die Überwachungszone, mit einem Mindestradius von zehn Kilometern. Zum Schutz vor Erregereinschleppung in bislang nicht betroffenen Haltungen gelten in diesen Gebieten die strikte Absonderung gehaltener Vögel von Wildvögeln, bestimmte Verbringungsverbote vor allem für Geflügel und Eier, Betretungskontrolle für betriebsfremde Personen, Desinfektionsvorschriften, das Verbot der Durchführung von Geflügelmärkten und -schauen und, im Falle der Schutzzone, die Durchführung amtlicher Untersuchungen der Bestände, so die Behörde.

Strikten Abschirmung erforderlich

Der Fall habe gezeigt, dass in dem betroffenen Gebiet nach wie vor "eine ganz reale Gefahr besteht, dass Wildvögel, etwa über Ausscheidungen oder das Aufsuchen von Fütterungen gehaltener Vögel den Erreger auf Hausvogelbestände übertragen". Die Aufstallung aller gehaltenen Vögel in dem Gebiet mit einer strikten Abschirmung gegen Wildvögel sei daher unbedingt erforderlich, um das eigene Geflügel zu schützen. Durch die Einschränkungen bei der Eier- und Geflügelvermarktung innerhalb der Restriktionsgebiete seien durch einen Ausbruch neben den Tieren selbst aber immer auch die gewerblichen Geflügelhalter betroffen, selbst wenn durch das Veterinäramt auf Antrag bestimmte Ausnahmen für die Vermarktung möglich seien, sofern die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Aus diesem Grund empfiehlt Veterinäramt besonders im Bereich entlang des Rheins – auch außerhalb der Restriktionszonen – alle gehaltenen Vögel vorübergehend aufzustallen.

Die Bestimmungen im Einzelnen und die Abgrenzung der einzelnen Restriktionszonen sind in der Allgemeinverfügung des Ortenaukreises unter www.ortenaukreis.de/Landkreis-Verwaltung/Bekanntmachungen/ dargestellt.