Für die Besucher gibt es bei der Vogelausstellung in Hausen im Killertal 450 Vögel, heimische und exotische, zu sehen. Foto:  

Die Vogelfreunde Hausen zeigen bei ihrer großen Ausstellung Arten aus allen Kontinenten – und machen auf bedrohte Vögel aufmerksam.

Wie sieht eigentlich der Vogel aus, der dafür verantwortlich ist, dass die Katzen aus Walldorf in den Lockdown müssen? Oder jene Starenart, von der es nur noch rund 500 Exemplare in der freien Wildbahn gibt?

 

Bei der Vogelausstellung der Vogelfreunde Hausen im Killertal werden diese Fragen beantwortet – und die gefiederten Protagonisten sind sogar selbst zu Gast. So etwa die Haubenlerche, wegen der das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises den Freigang von Katzen untersagt hat, um die Brutpaare zu schützen.

Auch der Balistar wird zu sehen sein. Er wurde erst 1910 entdeckt und lebt in einem rund fünfzig Kilometer langen Küstenstreifen im Nordwesten von Bali. Vor allem durch Entwaldung und den mittlerweile illegalen Tierhandel ist er heute akut vom Aussterben bedroht.

Mehr als 450 Vögel aus aller Welt

Am Wochenende des 15. und 16. November verwandelt sich das Züchterheim der Vogelfreunde Hausen im Killertal wieder in ein Paradies für Vogelliebhaber. Mehr als 450 Vögel aus aller Welt werden bei der Vereinsmeisterschaft 2025 gezeigt – von heimischen Arten bis zu exotischen Schönheiten aus fernen Ländern.

„Es ist faszinierend, wie vielfältig die Vogelwelt ist – jede Art hat ihre Eigenheiten, ihren Gesang und ihr Verhalten“, schwärmt Vereinsvorsitzender Jürgen Wuhrer, der selbst seit seiner Kindheit Vögel züchtet.

Zu sehen sind seltene Arten wie der Hellblaue Bischof, der Rote Kronfink oder der leuchtend gefiederte Rote Kardinal. Daneben präsentieren die Züchter auch heimische Arten wie Stieglitz, Dompfaff, Bartmeise oder Blaukehlchen – ebenso faszinierende Exoten wie Schwarzzeisige und Feuerzeisige aus Südamerika oder Himalayagrünfinken.

Keine besonderen Maßnahmen wegen Vogelgrippe

Die Schau braucht keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf die Vogelgrippe zu treffen. „Das spielt keine große Rolle“, sagt Wuhrer, da Singvögel davon ganz selten betroffen seien. Es seien eher Greifvögel, Aasfresser oder im Freien gehaltenes Geflügel gefährdet.

Die Ausstellung ist am Samstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Ab 18 Uhr findet die Siegerehrung und der Züchterabend statt, zu dem auch die Bevölkerung herzlich eingeladen ist, so Wuhrer. Am Sonntag, 16. November, kann die Schau von 9 bis 17 Uhr besucht werden.

Leute für Vogelzucht und -schutz begeistern

Für das leibliche Wohl sei an beiden Tagen bestens gesorgt: Neben Schnitzel und gemischtem Braten mit Spätzle oder Pommes stehen auch Rote und Bauernbratwurst sowie Kaffee und Kuchen auf der Speisekarte.

Wuhrer hofft, dass die Veranstaltung nicht nur eingefleischte Vogelfreunde anzieht: „Ich wünsche mir, dass sich wieder mehr junge Leute für die Vogelzucht und den Vogelschutz begeistern. Dieses Hobby verbindet Naturbeobachtung, Verantwortung und Freude an der Vielfalt des Lebens.“