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Vöhringen Zwei Fußballer wollen Halle bauen

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80 Meter lang und 50 Meter breit soll die Halle werden. Private Investoren wollen das Projekt zusammen mit der Gemeinde Vöhringen realisieren. Im rechten Teil des Gebäudes ist die Mehrzweckhalle geplant. Foto: Limberger

Vöhringen - Der Wunsch nach einer neuen Turn- und Festhalle besteht in Vöhringen schon lange. Er könnte nun schneller in Erfüllung gehen als gedacht.

Gestern stellten Jens Mail aus Vöhringen und Michael Neumann aus Bergfelden, zwei in der Region bekannte Fußballer, mit Architekt Günter Limberger ihr Projekt für eine "Vöhringen-Arena" vor. Die Gemeinde soll dabei mit ins Boot geholt werden. Bürgermeister Stefan Hammer zeigte sich demgegenüber keinesfalls abgeneigt, betonte aber auch, dass das Vorhaben noch ganz am Anfang stehe.

Die Bausubstanz der alten Halle ist zwar "nicht schlecht", aber es ist auch nichts mehr investiert worden, da in den nächsten Jahren eine neue Halle gebaut werden soll. Die Gemeinde wollte deswegen einen Bausparvertrag abschließen. Dieser Punkt stand gestern erneut auf der Tagesordnung des Gemeinderats, wurde aber vertagt, da sich jetzt ganz neue Perspektiven ergaben.

Entstehen soll auf dem jetzigen Trainingsgelände der SG Vöhringen eine Halle mit einer Länge von 80 und einer Breite von 50 Metern. In dem dazugehörenden Außenbereich sollen Anlagen für "Spiel!Golf" – sie sind etwas größer als Minigolfbahnen – angelegt werden.

Die Arena wird, wie Planer Günter Limberger darlegte, in eine Mehrzweckhalle für die Gemeinde, zwei Soccer-Spielfelder und einen Bereich für Fitness, Wellness und Gesundheit aufgeteilt. Sowohl der Architekt aus Donaueschingen als auch Hammer sehen bei einer privat und kommunal genutzten Halle Vorteile für beide Seiten. So könnten beim Bau, der Infrastruktur, bei einer gemeinsamen Energiezentrale durch ein Blockheizkraftwerk und der laufenden Unterhaltung Kosten gespart werden. Die Investition würde aber auch für die Gemeinde einen Naherholungswert bringen, ist sich Limberger sicher.

Der Sportverein hätte zunächst allerdings den Nachteil, dass das Trainingsgelände wegfiele. Im Gegenzug könnten sich die Investoren an der Sanierung des Hauptnebenplatzes beteiligen, schlug Limberger vor. Es könnten sich später auch Möglichkeiten zur Kooperation im sportlichen und medizinischen Bereich ergeben.

Die Betreiber des privaten Teils der Halle wären Michael Neumann und Jens Mail. Sie würden die Soccer-Felder stundenweise an Freizeitkicker, Betriebsmannschaften oder Vereine vermieten. Das Soccer-Spielfeld umfasst eine Größe von 30 mal 15 Metern.

Die Mehrzweckhalle wäre der kommunale Part dieses Projekts. Denkbar ist hier eine Größe von 27 mal 15 Metern (zum Vergleich: die alte Halle hat Maße von 28 mal 13 Metern), jedoch könnte sie durchaus auch größer geplant werden. Damit soll sich nach Auskunft von Bürgermeister Hammer ein Arbeitskreis intensiver beschäftigen. Dieses Gremium werde auch verschiedene Hallen noch besichtigen.

Hammer selbst findet jedenfalls die Idee von Neumann und Mail so gut, dass es sich seiner Ansicht nach lohnt, das Konzept zu verfeinern und damit auch die Kosten genauer zu ermitteln. Limberger schätzt sie vorsichtig auf sechs Millionen Euro insgesamt. Aufgebracht werden sollen sie durch Privatinvestoren und die Kommune.

Die finanzielle Lage der Gemeinde Vöhringen ist zwar weiter angespannt, hat sich zuletzt aber gebessert. Die Pro-Kopf-Verschuldung sei wieder unter 1000 Euro gesunken, sagte Hammer. Die Belastung dürfe jedoch nicht höher werden als bisher. Hammer glaubt dennoch, dass eine Finanzierung der Mehrzweckhalle möglich ist. Das Projekt zusammen mit Privatinvestoren ist für ihn jedenfalls eine "Chance, die wir nicht leichtfertig verspielen sollten", appellierte er. Frühester Zeitpunkt für den Baubeginn wäre seiner Einschätzung nach das Jahr 2014.

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Marzell Steinmetz

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