Ein Anhänger voller Unrat ist eingetroffen, der nun in den Container geworfen wird.Foto: Vögele Foto: Schwarzwälder Bote

Putzete: Viele ehrenamtliche Helfer im Einsatz / Corona zwingt zur Umorganisation

Vöhringen (iv). Traditionell vor Ostern wird alles auf Hochglanz gebracht. So fand an diesem Wochenende die Dorfputzete in Vöhringen statt, besser gesagt, die Wald- und Flurputzete.

Angemeldet hatten sich 44 Personen aus Vöhringen und elf aus Wittershausen. Tatsächlich gekommen waren aber mehr. Ein paar Schnellentschlossene erhöhten die Teilnehmerzahl auf über 60.

Auf den ersten Blick mochte das gegenüber den rund 100 Teilnehmern vergangener Jahre als wenig erscheinen, für die Arbeit unter Coronabedingungen erwies sich die Zahl als passend. 2020 war die Aktion coronabedingt ganz ausgefallen.

In diesem Jahr war der Treffpunkt am Bauhof. Bürgermeister Stefan Hammer freute sich über das Echo auf den Aufruf zur Säuberungsaktion. Er verwies nochmals auf die vorgegeben Rahmenbedingungen beim Sammeln in Kleinstgruppen, insbesondere das Kontaktverbot.

Um den nötigen Abstand zueinander zu wahren, wurden auch die sieben Bezirke halbiert. Die Sammelfahrzeuge, begleitet jeweils mit einem Auto, und die Kehrbezirke wurden nach Wahl zugeordnet. Bauhofleiter Markus Kohler und Ortsbautechniker Gerhard Treinen versorgten die Gruppen mit Abfallsäcken, Greifzangen, Warnwesten und einem übersichtlichen Gemarkungsplan, auf dem deutlich der Kehrbezirk eingezeichnet war. In der Zeit von 11 bis 12 Uhr kehrten die einzelnen Grüppchen zurück.

Der gesamte Klein-Unrat landete in Säcken verpackt in einem Container im Bauhof. Größere Teile wie etwa Blech lagen dann sichtbar obenauf. Die Helfer hatten Fotos von besonders großen Ablagerungen gemacht oder dokumentiert, was ihnen sonst noch auffiel.

"Wesentlich weniger als bisher" war die einhellige Meinung fast aller ehrenamtlichen Helfer. Nur das Gebiet um den Autohof und in Richtung Staffelbrunnen war stärker vermüllt. Und genau dieses Gebiet wird jeden Freitag auch von der Gemeinde gesäubert, wenn die Bauhofmitarbeiter ihre Müllrunde drehen.

Auf ein gemeinsames Vesper in geselliger Runde wurde verzichtet. Jeder Helfer erhielt jedoch einen kleinen Obulus als Dank und Anerkennung.

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