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Vöhringen Türkisches Kinderfest: Bürgermeister ist irritiert

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Alle 55 mitwirkenden Kinder und Jugendliche ziehen fähnchenschwenkend auf die Bühne. Foto: Fahrland

Vöhringen-Wittershausen - Das "Internationale Kinderfest" des Türkischen Elternbeirats für Oberndorf, Vöhringen und Umgebung in der Wittershausener Festhalle beschäftigt die Gemüter.

Vöhringens Bürgermeister Stefan Hammer ist "irritiert über die Vorkommnisse" und sieht Gesprächsbedarf, um das Thema aufzuarbeiten. Er kündigt für Anfang nächster Woche eine Einladung an den Türkischen Elternbeirat an, damit jeder zu Wort kommen und seine Ansichten und Wahrnehmungen darlegen könne. Dabei sollen sowohl das "Unbehagen zum Ausdruck gebracht" als auch die "besondere Sensibilität aus deutscher Sicht" erläutert werden. Diese Empfehlung gab er auch dem Ortschaftsrat Wittershausen, der sich am Mittwochabend zu seiner regulären Sitzung traf und der Vorgehensweise zustimmte. Das Thema wurde anschließenden nicht-öffentlich weiter erörtert.

Kerstin Jauch, Ortsvorsteherin von Wittershausen, erklärt gestern im Gespräch, sie davon ausgegangen, dass es sich bei der Veranstaltung um ein Kinderfest handle "mit Hüpfburg und so weiter. Wie man sich eben ein Kinderfest vorstellt". Daher habe es bei der Hallenreservierung auch keinerlei Bedenken gegeben. Die Halle könne von Vereinen und Wittershausener Bürgern genutzt werden. Die Schriftführerin des Elternbeirats habe die Halle für den 1. Mai angefragt.

Türkischer Elternbeirat will sich äußern

Auch MdL Emil Sänze (AfD) meldet sich zu Wort. Veranstaltungen wie die in Wittershausen stoßen bei ihm auf Ablehnung. Das Kinderfest stelle eine "in keiner Weise tolerierbare Äußerung türkisch-nationalistischer Indoktrination dar, die das Versagen beziehungsweise Fehlen der Integrationspolitik offenbare", heißt es in der Mitteilung seines Büros. Der Landtagsabgeordnete verlangt eine Aufklärung – auch von den Kommunalpolitikern vor Ort.

Der Türkische Elternbeirat, der das Fest organisiert hatte und auch für dessen Ausgestaltung verantwortlich ist, will sich in der kommenden Woche zur Kritik äußern. Ein zunächst verabredetes Pressegespräch wurde abgesagt. Wie Muharrem Cavdar vom Organisationsteam des Elternbeirats gestern auch Nachfrage erklärte, wolle man nichts überstürzen.

Auf der Facebook-Seite des Schwarzwälder Boten allerdings kommentieren einzelne Verantwortliche unsere Berichterstattung.

Türkisch-Lehrerin Sibel Yilmaz, die die Tänze mit den Kindern einstudiert hatte, schreibt: "Unserer Auffassung nach beinhaltet dieser Tanz (Anmerkung der Redaktion: gemeint ist der Tanz in Militäranzügen) keinerlei ungewöhnliche oder bösartige Handlung." Das Kinderfest sei ein "wichtiges und bedeutungsvolles" Fest, "auf das wir stolz sind". Auch auf früheren Festen habe man solche Tänze aufgeführt. Durch die Berichterstattung sei ihr Sohn, ihre Schüler und die Türkei angegriffen worden. Indes habe das Programm "keinerlei politische oder religiöse Bestandteile" gehabt.

Ayse Yildirim, Vorsitzende des Elternbeirats postet: "Wir distanzieren uns und verurteilen diesen Bericht aufs Schärfste". Es gibt aber auch andere Stimmen. Raki San zum Beispiel schreibt: "Militarismus und Personenkult gehören nicht auf ein Kinderfest. Das sollte Konsequenzen haben."

 
 

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