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Vöhringen Stefan Hammer: "Kriterien für Notbetreuung werden streng ausgelegt"

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Vöhringen. Nachdem die Landesregierung am Freitag bekannt gegeben hatte, alle Kindertagesstätten und Schulen ab Dienstag wegen der Corona-Krise zu schließen, wurde in Vöhringen das weitere Vorgehen in einer Krisenbesprechung geklärt. Diese wurde durch Bürgermeister Stefan Hammer noch am Freitag unmittelbar nach der Landespressekonferenz einberufen, informiert die Gemeindeverwaltung.

Die Gemeinde, die Kirchengemeinde, die Schulleitung und die Kindergartenleitungen haben sich auf eine Vorgehensweise zur Notbetreuung für Kinder von Eltern in "systemrelevanten Berufen" ab Dienstag verständigt, die den Familien zunächst angeboten wird.

"Sofern das Land noch andere Vorgaben machen sollte, wird die Vorgehensweise gegebenenfalls nochmals angepasst. Über die Notbetreuung hat die Gemeinde alle Kindergarten- und Grundschuleltern am Samstag bereits schriftlich informiert", heißt es in der Mitteilung weiter.

Notgruppen werden in der Mühlbachkita und in der Mühlbachschule eingerichtet

Zu den "systemrelevanten" zählen Berufsbilder, deren Mitarbeiter nicht zu Hause bleiben können, da sie ihrerseits zur Bewältigung der Corona-Krise oder zur Aufrechterhaltung wichtiger Infrastruktur benötigt werden.

Für Kindergarten- und Krippenkinder aus allen Vöhringer und Wittershauser Kindertagesstätten bietet die Gemeinde zentral in der Mühlbachkita und für die Grundschüler der Mühlbachschule und der Grundschule Wittershausen inklusive der Sigmarswanger Schüler zentral in der Mühlbachschule ab Dienstag eine Notbetreuung an.

Bei geringen Belegungszahlen wird die Betreuung eventuell gemeinsam organisiert. "Dies gilt aber nur, wenn beide Elternteile in einem ›systemrelevanten Beruf‹ arbeiten, oder wenn ein alleinerziehendes Elternteil entsprechend beschäftigt ist", wird in der Mitteilung der Gemeinde betont.

Wenn nur ein Elternteil in einem solchen Beruf arbeitet, kann keine Notbetreuung stattfinden. Dann hat der andere Elternteil die Betreuung sicherzustellen und gegebenenfalls von seinem Arbeitsplatz fernzubleiben. Arbeitsrechtliche Fragen werden derzeit vom Land geprüft und baldmöglichst beantwortet.

Auf Nachfrage erhalten betroffene Eltern am Montagvormittag in den Kindertagesstätten oder in den Schulen ein Anmeldeformular und werden gebeten, dieses auszufüllen und mit diesem am Montag, 16. März, zwischen 17 und 18 Uhr in die Mühlbachkita zur persönlichen Anmeldung vorzusprechen.

Großeltern sollten die Betreuung wegen des erhöhten Risikos nicht übernehmen

Die Gemeinde weist darauf hin, dass Kinder, bei denen die Notwendigkeit der Notbetreuung anders bewertet wird, zurückgewiesen werden. Dabei werden die Kriterien streng ausgelegt. "Es ist nicht Sinn der Kindergarten- und Schulschließungen, dass jetzt viele in die Notbetreuung schlüpfen, sondern dass Infektionswege konsequent unterbrochen werden", erläutert Bürgermeister Hammer dazu. Er rät deshalb allen von den Schließungen betroffenen Eltern, sich am Montag rechtzeitig mit ihrem Arbeitgeber in Verbindung zu setzen, wenn die Betreuung selbst übernommen werden muss.

Weiter appelliert Hammer an die Eltern, die Betreuung der Kinder selbst sicherzustellen und Kinder besonders von den Großeltern fernzuhalten. Ab dem Alter von 50 Jahren steigt das Risiko eines sehr schweren oder gar tödlichen Verlaufs der Krankheit sprunghaft an. "Setzen Sie die ältere Generation daher nicht dem Risiko einer Infektion aus, sondern schützen Sie Oma und Opa", rät der Vöhringer Bürgermeister.

In der Notbetreuung wird aus jeder Einrichtung, also aus allen vier Kindergärten und aus beiden Schulen, mindestens eine pädagogische Kraft anwesend sein. So wird gewährleistet, dass für alle Kinder eine Bezugsperson anwesend ist. Die Betreuung wird zu den Zeiten gewährleistet, die das Kind auch sonst in Anspruch nimmt.

Fragen zu den Gebühren sowohl in der Notbetreuung, als auch für die Eltern, deren Kinder zu Hause bleiben müssen, will die Gemeinde beantworten, sobald bekannt wird, welche Vorgaben das Land Baden-Württemberg dazu macht. "In einer solidarischen Kraftanstrengung unserer Gesellschaft geht es jetzt zuerst um unser aller Gesundheit. Fragen zum Geld sind vorerst nachrangig und werden später in Ruhe geklärt", betont Hammer.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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