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Vöhringen Sanierung der Ortsdurchfahrt steht im Fokus

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Aufmerksam verfolgten zahlreiche Wittershauser Bürger die Informationen zum aktuellen Planungsstand. Foto: Fahrland

Vöhringen-Wittershausen - Auf großes Interesse stieß der Informationsabend zur Sanierung der Ortsdurchfahrt Wittershausen.

Ortsvorsteherin Kerstin Jauch und Bürgermeister Stefan Hammer begrüßten im Gemeindehaus zahlreiche Anlieger und Mitbürger, darunter auch Kreisrat Klaus-Dieter Thiel sowie den Ortschaftsrat und mehrere Gemeinderäte.

Sebastian Rolfes vom zuständigen Planungsbüro Alwin Eppler erläuterte die Details zum aktuellen Zwischenstand der Planungen in Wort und Bild. Wesentliche Punkte sind die durchgängige Fahrbahnbreite von 6,5 Metern, daneben der drei Meter breite, ebenfalls durchgängige und stellenweise durch einen Grünstreifen abgetrennte Geh- und Radweg für beide Richtungen, zwei neue Querungshilfen aus Richtung Sulz und Vöhringen, die Schaffung zusätzlicher Parkplätze am Friedhof unter Erhalt der vorhandenen Bäume und ein zusätzliches Buswartehäuschen auf der gegenüberliegenden Seite.

Geplant sind zwei Bauabschnitte: erstens vom Kreisverkehr an der K 5502 aus Richtung Vöhringen und Bochingen bis zum Abzweig Sigmarswanger Straße mit Kanalaustausch und Mischwasserkanal (voraussichtliche Bauzeit April bis November 2016) sowie zweitens die etwas weniger aufwändige Fortsetzung von dort bis zum Ortsausgang Richtung Sulz (voraussichtliche Bauzeit April bis September 2017), ebenfalls mit Glasfaserverkabelung, aber ohne Tiefbauarbeiten.

Viele Zwangspunkte seien bei der Planung zu berücksichtigen, ließ Rolfes wissen. Eine qualifizierte Kreisstraße wie die K 5505, die auch als beschilderte Umleitungsstrecke für die A 81 dient, erfordere eine Mindeststraßenbreite, schließe eine Tempo-30-Zone aus, müsse den Verkehrsfluss gewährleisten und erlaube daher keinen unbegrenzten Einbau von verkehrsberuhigenden Schikanen. Hinzu kämen Grundstückszufahrten, Straßeneinmündungen, der teilverdohlte Mühlbach, private, gemeinde- oder kreiseigene Stützmauern, die zum Teil versetzt werden müssten, und vieles mehr.

Bürgermeister Hammer betonte, die neue Ortsdurchfahrt dürfe nicht nur eine Schlaglochbeseitigung sein, sondern müsse Sicherheitsaspekten Rechnung tragen sowie für Bewohner und Verkehrsteilnehmer eine Qualitätsverbesserung mit sich bringen, vor allem für die Kinder. Dennoch könne man "keine Wunder erwarten". Weiterhin werde es sich um eine Ortsdurchfahrt handeln, auf der Verkehr, insbesondere auch Schwerlastverkehr herrsche. Leider sei gegen eine Restmenge von uneinsichtigen Rasern trotz bester Maßnahmen kein Kraut gewachsen. Eine ortsfeste Geschwindigkeitsüberwachung sei nicht geplant. Bestandsschutz genieße der Zebrastreifen bei der Grundschule.

Kommen Blitzer?

"Die Planung ist großartig." Dass ausgerechnet Jürgen Kaufmann diese Aussage traf, war wohl der beste Beweis dafür, dass sich das Kopfzerbrechen und die vielen Ortstermine von Ortschaftsrat, Verwaltung und weiteren Stellen gelohnt haben. Als Anwohner der Vöhringer Straße ist Kaufmann selbst unmittelbar betroffen und hat bei jeder Gelegenheit die Sanierung der Ortsdurchfahrt vehement gefordert. Seine Frau fügte an, sie würde sich zwischen den neuen Querungshilfen eine zusätzliche Maßnahme zur Geschwindigkeitsdrosselung wünschen.

Karl Volz hingegen ist von der Wirkung nicht überzeugt und befürchtet nur ein kurzzeitiges Abbremsen und Wiederbeschleunigen. Ebenso spielen sich in seiner unmittelbaren Nähe weitere Änderungen ab wie das neue Wartehäuschen und die Fahrbahnverbreiterung vor seinem Haus, auf gemeindeeigenem Grund wohlbemerkt und dennoch zulasten seiner bisherigen Parkflächen. Verständlich daher der Einzelgesprächsbedarf, den auch die Verwaltung "schon im Voraus gespürt habe".

Die positive Nachricht war, dass für die Anwohner keinerlei Erschließungsbeiträge entstehen. Weiterer Klärungsbedarf besteht mit dem Landkreis zur Versetzung seiner Stützmauer im Bereich Schule und Kindergarten auf dessen Kosten sowie mit der EnBW bezüglich des Transformatorenhäuschens.

Gemeinderat und Schulleiter Thomas Prügel sorgte sich um den Erhalt der ortsbildprägenden Kastanien an der Grundschule. Tanja Haug-Kütük wies auf das Problem gleichgültiger Autofahrer am Zebrastreifen und die Gefährdung der Kinder hin und plädierte für ein zusätzliches Blinklicht. Zudem sprach sie sich für die Absenkung der Bordsteine zugunsten der Radfahrer aus.

Monika Schulz wollte keine erhöhte Lärmemission durch die verwendeten Pflastersteine, und Birgit Joos erntete spontanen Beifall für ihre Frage, warum in der Ortsdurchfahrt nie Geschwindigkeitsüberwachungen durchgeführt würden. Hammer versprach, die Anregung an die zuständigen Stellen weiterzugeben.

Nach eineinhalb Stunden Information und Meinungsaustausch endete der Abend.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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