Der auf dem Boden abgestellte Coil mit einem Gewicht von acht bis zehn Tonnen kann mit der Anlage, die die Firma HS Automation konstruiert und gebaut hat, problemlos verarbeitet werden. Foto: Schwarzwälder-Bote

HS Automation ist mit Aufträgen ausgelastet / Große Bandanlage ausgeliefert

Von Marzell Steinmetz

 

Vöhringen. Der Transport der zwölf Meter langen und 24 Tonnen schweren Bandanlage der Firma HS Automation war eine Herausforderung. Drei Lastwagen wurden benötigt, um sie zum Kunden in der Nähe von Ulm zu bringen.

Die Konstruktion und der Bau dieser Anlage, mit der Blechcoils aufgewickelt werden, war der bislang größte Auftrag für die Firma im Vöhringer Gewerbegebiet Ziegelhütte. Ein Zulieferer der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie hatte sie bestellt. Mit der Anlage können Muttercoils, direkt vom Stahlhersteller verarbeitet werden. Zeit und Kosten würden damit gespart, erklärt Rolf Steidinger, zusammen mit Thomas Herrmann Geschäftsführer des Unternehmens. Vom Auftragseingang bis zur Übergabe habe es ein halbes Jahr gedauert. Rund eine halbe Million Euro kostete die ausgelieferte Bandanlage.

Der Betrieb ist spezialisiert auf Automationstechnik. Die Kunden kommen mit speziellen Wünschen auf die Firma zu und fragen, ob man für einen bestimmten Vorgang eine Maschine konstruieren kann. "Bis jetzt haben wir jedes Problem gelöst", versichern Steidinger und Herrmann.

Der Trend gehe momentan in Richtung Roboter. Das ist denn auch ein weiteres Betätigungsfeld der Vöhringer Firma, die derzeit gut ausgelastet ist. "Wir merken noch keine Abschwächung", sagt Steidinger. Und dies nach einem schon sehr guten Jahr 2011 mit zweistelliger Umsatzsteigerung, die die Umsatzeinbußen in den vorausgegangenen Krisenjahren wieder ausgeglichen habe. Für dieses Jahr sei die Vollbeschäftigung gesichert, teilt Steidinger mit.

Er und sein Partner Thomas Herrmann haben die Firma 1999 in einer Dachwohnung gegründet. Der Betrieb befand sich dann am Ortsausgang Richtung Heiligenzimmern, bevor im Gewerbegebiet Ziegelhütte neu gebaut wurde. Das war 2008, als sich schon die Wirtschaftskrise bemerkbar machte. "Da hatten wir Bauchweh", gestehen die beiden Geschäftsführer. Doch inzwischen sei man wieder an einem Punkt angelangt, an dem man an Erweiterung denken müsse. Platz dazu wäre da, so Steidinger, "aber wir wollen uns zuerst ein Polster schaffen". Anfangs dachten die Unternehmer, dass fünf bis sechs Mitarbeiter ausreichten. Inzwischen sind es zwölf Beschäftigte – Konstrukteure, Elektrotechniker, Installateure und Mechaniker. Ausbilden würde der Betrieb gerne, "aber dazu sind wir zu klein", bedauern Steidinger und Herrmann.