Das kommunale Schnelltestzentrum nimmt am Montag in der Vöhringer Turn- und Festhalle seinen Betrieb auf.Symbol-Foto: Jutrczenka/dpa Foto: Schwarzwälder Bote

Gesundheit: Ab Montag wird in der Turn- und Festhalle abgestrichen / Zugang nur mit Maske

Die Gemeinde Vöhringen bietet ab Montag, 8. März, in Zusammenarbeit mit der Hausarztpraxis Thomas Schmidt und dem DRK-Ortsverband Vöhringen – befristet bis zum 31. März – kostenlose Antigen-Schnelltests für die Bürger an. Darüber informiert die Gemeinde in einer Pressemitteilung.

Vöhringen. "Durch dieses zusätzliche Testangebot soll ergänzend zu den bestehenden Testmöglichkeiten – auch mit Blick auf die Virusmutationen – ein noch besserer Schutz für besonders gefährdete Personengruppen geschaffen werden", heißt es in der Mitteilung. Das Angebot in der Turn- und Festhalle Vöhringen richtet sich vorrangig an Personen, welche bislang keinen Testanspruch im Rahmen der Coronavirus-Testverordnung haben.

Es handelt sich um folgende Gruppen: in Kontakt mit vulnerablen Personengruppen stehende Personen (pflegende Angehörige, Haushaltsangehörige von Schwangeren, Angehörige von Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-Cov-2 besteht), Personen, die ein hohes Expositionsrisiko im beruflichen oder privaten Umfeld haben (zum Beispiel mit Kindern, Jugendlichen und Familien im Rahmen der Hilfen zu Erziehung und in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Jugendhilfe Beschäftigte). Ebenfalls zu dieser Gruppe zählen Personen im öffentlichen Dienst wie Polizeibeamte, Gerichtsvollzieher, Beschäftigte in der Justiz und in Justizvollzugsanstalten, Beschäftigte im öffentlichen Personennahverkehr, Beschäftigte in Flüchtlingsunterkünften, Schüler ab 14 Jahren, die Präsenzunterricht haben, und die Eltern von Schülern mit Präsenzunterricht.

Zweck der Schnelltests ist es laut Mitteilung zum einen, Personen, die Kontakt zu besonders schutzbedürftigen Menschen haben, eine Sicherheit zu geben, für diese keine Ansteckungsgefahr darzustellen. Und zum anderen, bei Personen, die ihrerseits einem hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, frühzeitig eine etwaige Infektion zu entdecken und so Infektionsketten schneller zu unterbrechen.

Die Zugehörigkeit zu einer der oben genannten Personengruppen wird zwar im Testzentrum abgefragt, muss aber nicht schriftlich nachgewiesen werden, teilt die Gemeinde Vöhringen mit.

In den kommunalen Testzentren sollen keine Personen getestet werden, die schon bisher einen Testanspruch an anderer Stelle haben – etwa behandelte, betreute und pflegende Personengruppen und Besucher in stationären, teilstationären oder ambulanten Einrichtungen der Gesundheit, Pflege oder Eingliederungshilfe sowie deren Personal, genauso wie Personal von Schulen und Kindertagesstätten.

Es dürfen ausschließlich symptomlose Personen getestet werden. Menschen mit Symptomen sollen sich an ihren Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden. Es erfolgt dann ein PCR-Test.

Das kommunale Testzentrum in der Turn- und Festhalle Vöhringen, Festallee 20, ist wie folgt geöffnet: montags von 7.30 bis 9.30 Uhr, mittwochs von 17 bis 19 Uhr und freitags von 17 bis 19 Uhr.

Eine vorherige Terminvereinbarung ist laut Mitteilung nicht erforderlich. Bei hoher Nachfrage ist jedoch mit entsprechender Wartezeit zu rechnen. Die Wartenden müssen die gängigen Abstands- und Hygiene-Regeln einhalten. Die Gemeinde weist auch darauf hin, dass es beim Besuch des Testzentrums zwingend ist, eine korrekt sitzende Maske, welche die Anforderung der Standards FFP2 (DIN EN 149:2001), KN95, N95 oder eines vergleichbaren Standards erfüllt, zu tragen. Wer durch ein ärztliches Attest von der Maskenpflicht befreit ist, soll sich an den Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Ein Zugang zum Testzentrum ohne FFP2-Maske ist nicht möglich.

Die Schnelltests werden von geschultem Personal durchgeführt. Der Abstrich wird aus dem Nasenrachenraum entnommen. Das Ergebnis liegt innerhalb von 15 Minuten vor.

Nachweis auf Wunsch

Auf Wunsch erhalten die getesteten Personen einen schriftlichen Nachweis über das Testergebnis. Bei einem positiven Testergebnis wird das Gesundheitsamt informiert. Eine positiv getestete Person hat sich anschließend unverzüglich in häusliche Absonderung zu begeben.

Die Gemeinde macht darauf aufmerksam, dass ein negatives Testergebnis die Personen nicht davon befreit, sich an die geltenden Regelungen der Corona-Verordnungen zu halten.

Die verwendeten Schnelltests stammen aus der Notfallreserve des Landes Baden-Württemberg, welches die Tests zu diesem Zweck abgegeben hat. Die der Gemeinde Vöhringen zur Verfügung stehende Anzahl von Test-Kits ist daher zunächst begrenzt. Sollten die Test-Kits schon vor dem 31. März verbraucht sein, könnte es sein, dass das Testzentrum schon vorher wieder geschlossen werden muss, sofern keine Nachbeschaffung auf dem freien Markt möglich wäre. Ab April soll für jedermann eine anderweitige Testmöglichkeit eröffnet sein, sodass davon ausgegangen wird, dass die kommunalen Testzentren im April nicht mehr benötigt werden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: