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Vöhringen Kinder spielen Kriegsszenen nach

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Das Kinderfest der türkischen Gemeinde in Wittershausen schlug hohe Wellen. Foto: Fahrland

Vöhrigen-Wittershausen/Karlsruhe - Ein Kinderfest in Wittershausen hat im Mai bei den Kommunalpolitikern für Irritationen gesorgt. Der Grund: ein moralisch fragwürdiger Auftritt, der so oder ähnlich laut SWR auch in anderen Gemeinden stattgefunden haben soll.

Kinder im Grundschulalter, die uniformiert eine Schlacht der Türkischen Armee aus dem Ersten Weltkrieg nachstellen, aus der Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk als Held hervorging – dieses Szenario sorgte zuletzt in Wittershausen bei Vöhringen für Diskussionen.

Anlässlich eines Kinderfests im Mai in der Turnhalle des kleinen Ortes, organisiert vom Türkischen Elternverein für Oberndorf, Vöhringen und Umgebung, hatte eine für die türkischen Schulen der Umgebung zuständige Lehrerin mit den Kindern den Programmpunkt "Canakkale Dansi" einstudiert. Buben im Militäranzug lagen wie gefallene Soldaten unter türkischen Fahnen, bevor sie sich zwischen weißgekleideten Mädchen über die Bühne bewegten. Die Kommunalpolitiker regagierten irritiert auf die propagandistische Auslegung des Kinderfestes. Der Auftritt wurde als moralisch fragwürdig empfunden.

Ditib weist Karlsruher Vorfall zurück

Offensichtlich war dies nicht die einzige Veranstaltung dieser Ausprägung. Der SWR berichtet aktuell von Festen mit ähnlichem Inhalt in Karlsruhe und Süßen (Kreis Göppingen) und nimmt dabei Bezug auf eine Stellungnahme des Karlsruher CDU-Kreisverbandsvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Ingo Wellenreuter. Der Politiker verweist auf ein Video aus einer Moschee in Herford, auf dem uniformierte Kinder mit Spielzeugwaffen zu sehen sind, sowie auf einen Bericht des nordrhein-westfälischen Integrationsministers, Joachim Stamp (FDP), in dem auch von Vorfällen in Calw (2017), Heilbronn, Güglingen, Eppingen (jeweils 2018) und eben Karlsruhe die Rede ist.

Die dortige CDU fordert die Karlsruher Ditib-Gemeinde nun zur Aufklärung auf. "Es ist inakzeptabel und untragbar, kleine Kinder für solch kriegs- und gewaltverherrlichende Spiele zu missbrauchen, und dieser Vorfall hat in Karlsruhe vor dem Hintergrund des geplanten Neubaus der Ditib-Großmoschee in der Oststadt besondere Relevanz", erklärt Wellenreuter.

Gegenüber dem SWR hat Ditib den vermeintlichen Vorfall in der Karlsruher Moschee jedoch zurückgewiesen. Nur in einer Moschee in Baden-Württemberg, jener in Süßen, habe eine solche Veranstaltung stattgefunden. Zudem bestehe ein Verbot solcher Auftritte, betont die Ditib-Landesreligionsgemeinschaft auf Nachfrage des SWR.

Zwar war im Fall des Wittershausener Kinderfests offiziell weder Ditib beteiligt, noch fanden die Auftritte in einer Moschee statt. Dennoch scheinen derartige Auftritte im Kreis türkischer Familien keine Ausnahmen zu sein. Wenngleich in Wittershausen mittlerweile Ruhe eingekehrt ist. "Wir haben uns ausgetauscht. Das Gespräch mit dem Elternverein verlief positiv", beschwichtigt Ortsvorsteherin Kerstin Jauch und will es dabei auch belassen.

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