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Vöhringen Gestaltungsrichtlinien treten in Kraft

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Fachwerkhäuser prägen hier das Ortsbild.Foto: Fahrland Foto: Schwarzwälder Bote

Der Gemeinderat hat bei seiner jüngsten Sitzung die Gestaltungsrichtlinien für eine Fläche von rund 11,5 Hektar im Ortskern Vöhringen beschlossen. Sie betreffen den Bereich des ehemaligen Sanierungsgebietes "Ortskern I" ohne das Hofäckerareal.

Vöhringen. Ziel ist es, auch nach der formalen Aufhebung der alten Sanierungssatzung Verständnis für die städtebaulichen Ziele der Gemeinde zu vermitteln und den historischen Charme in der Dorfmitte zu bewahren. Bauherren sollen für die harmonische Integration ihrer baulichen Maßnahmen ins bestehende Ortsbild sensibilisiert werden.

Die in Zusammenarbeit mit der STEG erstellten Richtlinien wurden bei der vorberatenden Sondersitzung am 22. Juni öffentlich vorgestellt und nun ohne weitere Wortmeldungen zügig vom Gremium akzeptiert, das trotz vier befangener Gemeinderäte beschlussfähig blieb.

Auf vier Seiten sind die ortstypischen Gestaltungsmerkmale zusammengefasst, die nach vorheriger Abstimmung mit der Gemeinde berücksichtigt werden sollen. Es existieren Richtlinien für den Neu- und Umbau sowie die Modernisierung von Gebäuden, für die Montage von Solar- und Photovoltaikanlagen sowie für energetische Veränderungen an Dächern, Türen, Fenstern und Fassaden. Ebenso gibt es Hinweise für Stellplätze, Carports und Werbeanlagen sowie für die Gestaltung von Außenanlagen, Einfriedungen, öffentlichen oder privaten Freibereichen. Zusätzlich sind die Vorschriften des Denkmalschutzes zu beachten.

Dass sich die Verwaltung und der Gemeinderat die Erstellung dieser Gestaltungsrichtlinien für eine attraktive Dorfmitte nicht leicht gemacht oder diese nicht allzu konsequent verfolgt haben, lässt sich an der Zeitschiene ablesen. Bereits im Oktober 2013 berichtete unsere Zeitung über derartige Ansätze des Gemeinderats im Spagat zwischen modernem Wohnraum und historischer Substanzerhaltung.

Der Satzungsbeschluss für den "Ortskern I" stammt vom August 1987. Die endgültige Gebietsabrechnung wurde im Jahr 2007 vorgenommen. Dennoch erfolgte die formale Aufhebung der Sanierungssatzung erst im Mai 2019. Dass die neuen Gestaltungsgrundsätze in der gleichen Sitzung auf den Weg gebracht wurden wie der Satzungsbeschluss für das neue Sanierungsgebiet "Ortskern III", ist kein Zufall. Deren Einhaltung bildet eine der Fördervoraussetzungen, ohne die keine Sanierungsvereinbarung zwischen Eigentümer und Gemeinde möglich ist und keine Zuschüsse fließen.

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