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Vöhrenbach Sechs Celli auf Bühne

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Sechs Cellisten des Sinfonieorchesters des SWR bringen mit ihrer Geschichte von Teddy und den Tieren den Kindern der Josef-Hebting-Schule die klassische Musik näher. Foto: Heimpel Foto: Schwarzwälder Bote

Vöhrenbach (sh). Zu Gast in der Vöhrenbacher Josef-Hebting-Schule war das Sinfonieorchester des Südwestrundfunks (SWR), genauer gesagt eine kleine Abteilung des Orchesters.

Unter dem Motto "Klassik mobil" spielen kleine Ensembles des Orchesters vor Ort in Seniorenheimen, Schulen und Kindertagesstätten. Nachdem man an der Josef-Hebting-Schule von diesem besonderen Angebot des Orchesters erfahren hatte, bewarb man sich auch hier darum. Am Tag zuvor hatten sie bereits in Donaueschingen musiziert, am gleichen Tag ging es dann weiter nach St. Georgen, wo zuerst eine Schule und dann ein Seniorenheim besucht wurden. In Vöhrenbach waren es alle rund 150 Schüler der Josef-Hebting-Schule, die an diesem Konzert in der Festhalle teilnahmen. Besonders hervorheben muss man dabei auch die Tatsache, dass dieses Angebot des bekannten Orchesters, das sonst große Hallen füllt oder im Radio und Fernsehen auftritt, für diese Einrichtungen komplett kostenlos ist. Denn die Musiker wollen bei Menschen jeden Alters und jeder Herkunft Neugier auf ein erstes Schnuppern und Ausprobieren mit klassischer Musik wecken.

Auszüge aus dem sinfonischen Repertoire

Im Gepäck haben sie Kammermusik und Auszüge aus dem sinfonischen Repertoire. Das Programm wird dann passgenau auf den jeweiligen Zuhörerkreis zugeschnitten. Schon die Besetzung war etwas Ungewöhnliches, denn an diesem Morgen musizierten sechs Celli. Allein schon dies gab einen ganz besonderen klanglichen Charakter. Insgesamt hat das Sinfonieorchester 15 Cellisten.

Begrüßt wurden die jungen Zuhörer von Wolfram Lamparter. Dann begannen die Musiker mit ihrem Spiel. Mit ihrer Musik untermalten sie eine Geschichte. Markus Tillier übernahm es, die verbindenden Texte vorzutragen. Es ging um die Geschichte von Teddy und den Tieren nach einer Geschichte von Michael Ende. Mit diesem Programm sind die Musiker auch in großen Konzertsälen im ganzen Sendegebiet zu Gast. Dabei ging es um die Frage, was für einen Teddy der Sinn des Lebens ist. Er begegnete verschiedenen Tieren, die ganz unterschiedliche Antworten auf diese Sinnfrage hatten. Für die Biene war es das "Fleißig-Sein", die Mistfinken dagegen hielten die Frage eigentlich für total sinnlos, und für die Schildkröte ist das Wesentliche ein langes Leben. Am Ende hatte der Teddy Glück und wurde von einem Mädchen gefunden und war nun bei ihm der Lebensmittelpunkt, womit auch der Teddy seinen Lebenssinn gefunden hatte.

Die verschiedenen Szenen, vor allem die Tiere, wurden dann mit ganz unterschiedlichen Musikstücken untermalt. Dabei erklangen Originalkompositionen aus allen Epochen der Musik. Die Biene wurde beispielsweise mit einem Werk von Franz Schubert charakterisiert oder der stolze Schwan mit Musik von Camille Saint-Saëns. Erstaunlich waren dann auch beispielsweise die Höhen, die mit diesem eigentlich tiefen Instrument beim Pfeifen der Mistfinken mit Musik von Paul Hindemith erreicht wurden. Den Abschluss dieses Kinder-Konzertes bildeten dann noch einmal Fragen an die Musiker. So wollten die Schüler beispielsweise wissen, was ein Cello kostet. Für Erstaunen sorgte dabei die Information, dass ein einfaches Cello für den Musikunterricht für einige hundert Euro zu erhalten ist, die wertvollen alten Instrumente beispielsweise dieser Orchester-Musiker aber so viel kosten wie ein Neuwagen oder noch mehr.

Zudem wollten die Kinder wissen, wann die Musiker denn begonnen hatten, ihr Instrument zu lernen. Alle sechs Cellisten hatten zwischen fünf und zehn Jahren mit dem Unterricht auf dem Instrument begonnen.

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