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Vöhrenbach Schwarzbau findet bei Räten keine Gnade

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Immer wieder müssen sich die Baurechtsbehörden mit Schwarzbauten beschäftigen. Foto: Stratenschulte Foto: Schwarzwälder Bote

Vöhrenbach (sh). Einstimmig abgelehnt wurde der Bauantrag für eine Überdachung über Garagen im Kälbergässle durch den Vöhrenbacher Gemeinderat.

Zum einen waren die Räte einmal mehr verärgert über einen Bauantrag für die längst erstellte Überdachung, zum anderen sprechen auch verschiedene baurechtliche Vorgaben gegen eine Genehmigung. Im Kälbergässle sind an ein Wohnhaus mehrere Garagen angebaut, die überdacht wurden. Dieser Aufbau hat eine Grundfläche von zwölf mal 10,5 Meter. Laut Bauantrag soll dieser Aufbau als Schutz für die nicht mehr ganz dichten Flachdächer der Garagen dienen.

Außerdem soll dieser überdachte Bereich künftig als Trockenraum für Wäsche genutzt werden. Christine Breithut von der Bauverwaltung stellte die verschiedenen Bedenken vor. Zum einen sei zum Schutz der Flachdächer keine so hohe Überdachung mit hinten 3,20 und zur Straße hin 2,40 Meter Höhe notwendig gewesen, wie auch bereits die Baurechtsbehörde bestätigt hat.

Vor allem, so erläutert auch Bürgermeister Robert Strumberger, will man wie bereits kürzlich in Urach mit der Ablehnung allgemein deutlich machen, dass Verwaltung und Gemeinderat solche Schwarzbauten missbilligen. Hinzu kommt, so Christine Breithut, dass bei diesem Anwesen bereits mehrfach An- und Umbauten nachträglich vom Gemeinderat genehmigt wurden. Inzwischen aber lehne der Gemeinderat solche nachträglichen Bauanträge ab.

Mehrere Grenzen werden überschritten

Ein weiteres baurechtliches Problem ist eine Brandwand, die dann zum benachbarten Gebäude errichtet werden muss. Eine Brandwand ist eine Wand, die durch ihre besondere Beschaffenheit das Übergreifen von Feuer und Rauch von einem Gebäude zu einem anderen verhindern soll. Die hierfür notwendige Planung eines Sachverständigen liegt aber noch nicht vor. Sicher ist allerdings, dass die Wandfläche dieser Brandschutzwand zwischen der Überdachung und dem benachbarten Gebäude die zulässige Fläche von 25 Quadratmeter überschreitet. Eine Genehmigung wäre hier nur möglich, wenn der Nachbar hier Zustimmung erteilt und eine entsprechende Ausbaubaulast übernimmt. Mit einer solchen Baulast verpflichtet sich der Nachbar freiwillig und dauerhaft beispielsweise zur Duldung von Baumaßnahmen auf dem Nachbargrundstück, die eigentlich nicht genehmigt werden können. Solche Baulasten werden in das Baulastenverzeichnis eingetragen und haben wie Einträge im Grundbuch dauerhaft Geltung.

Ein weiteres Argument gegen die Genehmigung sei das Ausmaß der Bebauung, die mehrere Grundstücksgrenzen überschreite. Damit sei ein vom Baurecht gefordertes Einfügen in die Umgebungsbebauung sowohl von der Größe der Bebauung wie auch im Blick auf die notwendige Brandschutzwand infrage zu stellen.

Der Gemeinderat folgt dann dem Vorschlag der Verwaltung, dieses Vorhaben sowohl aus baurechtlichen Gründen wie als Missbilligung der ungenehmigten Errichtung abzulehnen.

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