"Betreutes Wohnen in Vöhrenbach" soll schon bald Realität werden. Foto: dpa

Der Gemeinderat hat dem Einstieg in das Projekt "Betreutes Wohnen in Vöhrenbach" zugestimmt.

Vöhrenbach. Der Gemeinderat hat dem Einstieg in das Projekt "Betreutes Wohnen in Vöhrenbach" zugestimmt. Die Firma FWD-Hausbau stellte ihre Vorstellungen für ein solches Gebäude vor. Am Beginn steht nun eine Bedarfsermittlung auf der Tagesordnung.

"Dies ist ein wichtiges Projekt für die Stadt", sagte Bürgermeister Robert Strumberger. Nachdem die bisherigen Versuche in dieser Richtung nicht zum Tragen kamen, habe man nun einen nach seiner Einschätzung zuverlässigen Partner gefunden. Ob das Projekt verwirklicht werden könne, sei aber davon abhängig, wie groß die Nachfrage ist.

Marc Zenz von FWD-Hausbau stellte sein Unternehmen, vergleichbare Projekte und die ersten Planungen für das Vöhrenbacher Projekt ausführlich vor. Grundlage des Konzeptes ist die mögliche Planung einer entsprechenden Wohnanlage auf dem städtischen Grundstück in der Bahnhofstraße auf dem Gelände des ehemaligen Kinderspielplatzes bei der evangelischen Kirche.

Zenz erläuterte das ganzheitliche Konzept, mit dem das Unternehmen bereits zahlreiche vergleichbare Einrichtungen geschaffen habe. Entscheidend sei die wirtschaftliche Konzeption mit ortsüblichen Preisen sowie eine entsprechende Architektur mit gehobener Ausstattung und bedarfsgerechten Wohnungen.

Grundservice gesichert

Während die FWD-Hausbau für die Immobilie zuständig ist, übernimmt die Gemeinde Vöhrenbach die politische Verantwortung. Ein solches Projekt werde nur umgesetzt, wenn es von der Gemeinde auch ausdrücklich gewollt ist. Und schließlich benötige man einen Betreiber mit entsprechender Erfahrung. Dieser stelle dann verschiedene Dienstleistungen zur Verfügung. Das eine ist ein (verpflichtender) Grundservice für alle Bewohner, dazu kommen zusätzliche Wahlleistungen je nach Bedarf. Es wurden bereits Gespräche mit dem Caritasverband geführt, der sich sehr interessiert gezeigt habe, vor allem auch an einer Zusammenarbeit mit der Sozialstation oberes Bregtal. Aber auch mit der Bruderhausdiakonie werde man Kontakte knüpfen.

Sitz der FWD-Hausbau GmbH ist Heidelberg-Dossenheim. Das Unternehmen hat 110 Mitarbeiter. Das größte Betätigungsfeld sind Einrichtungen für soziale Dienste und das Betreute Wohnen für Senioren, wobei die Einrichtungen auch verwaltet werden. Ebenso gehört zum Geschäftsfeld die Ortskernsanierung. Die Projekte der FWD-Hausbau wurden bereits mit verschiedenen Preisen von Land und Bund ausgezeichnet. Insgesamt hat FWD inzwischen 50 Wohnanlagen für Betreutes Wohnen fertig gestellt: im Schwarzwald-Baar-Kreis in Unterkirnach, Niedereschach und Brigachtal. In Niedereschach ist bereits der vierte Bauabschnitt inzwischen abgeschlossen.