Mit interessanten Informationen führt Firmeninhaber Bernd Kaltenbach (links) den Bundestagsabgeordneten Thorsten Frei (Mitte) und Bürgermeister Robert Strumberger durch die Betriebsgebäude im Ursbachtal, wozu auch das blaue Testfahrzeug von Daimler gehört. Foto: Kaltenbach Foto: Schwarzwälder-Bote

Wahlkampf: Kaltenbachs Leistungsspektrum beeindruckt Frei

Vöhrenbach. Jeder Verkehrsteilnehmer im Schwarzwald-Baar-Kreis kennt die orangefarbenen Langholzfahrzeuge der Firma Kaltenbach-Transporte, die täglich mit sechs Fahrzeugen auf den Straßen unterwegs sind. Selten hat jedoch bietet sich die Gelegenheit hinter die Kulissen des Vöhrenbacher Familienbetriebs zu blicken.

Diese Chance nutzte der Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei, der zusammen mit Bürgermeister Robert Strumberger den Betrieb im Ursbachtal besuchte. Firmeninhaber Bernd Kaltenbach erklärte mit seinen Brüdern Markus und Alfred das Leistungsspektrum. Derzeit beschäftigt Kaltenbach 15 Arbeiter, inklusive Teilzeitbeschäftigten. Seit 1919 ist Kaltenbach im Familienbesitz und ist größter Rundholzfuhrbetrieb im Schwarzwald-Baar-Kreis. Jährlich werden 160 000 Festmeter Holz transportiert.

Wert legt Kaltenbach auf den Einsatz erneuerbarer Energie. Sein komplettes Firmengebäude versorgt er mit einer Hackschnitzelheizung. Vergangenes Jahr wurden 1 2 000 Euro für die Umrüstung auf LED-Beleuchtung investiert. Weiter investiert Kaltenbach derzeit in eine Betriebserweiterung. "Das ist aber gar nicht so einfach im Außenbereich", erklärte der Firmeninhaber dem Bundestagsabgeordneten. Die Stadt Vöhrenbach war behilflich, musste aber eingestehen, dass keine Gewerbeflächen in der benötigten Größe vorhanden gewesen wären. Auf eigenem Gelände sei jedoch der Betriebsablauf wesentlich effizienter, so Kaltenbach.

Doch es läuft nicht alles rund, erfuhr Frei. Dazu zählt, dass durch die Bürokratie die Neuzulassung eines Langholzzuges bis zu 14 Wochen dauern kann. Macht Kaltenbach noch mehr, als Holz zu transportieren, wollte Thorsten Frei wissen. Bernd Kaltenbach erklärte, dass auch Spezialtransporte, unter anderem die komplette Holzkonstruktion der Skisprungschanze in Hinterzarten oder die Radwegbrücke in Hornberg, durchgeführt werden. Weiter macht Kaltenbach fast alle Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten sowie alle Reparaturen in Eigenregie.

Fahrzeugaufbauten werden seit 1995 komplett selbst konstruiert. Seit 2014 hat man einen eigenen Bremsenprüfstand. Eng arbeitet Kaltenbach mit der Firma Daimler im Bereich Versuchsfahrzeuge zusammen. Stolz ist man auch auf die Zusammenarbeit mit dem Werk Hiag/Loglift in Polen. Hier entsteht mit Kaltenbachs Verbesserungsvorschlägen und Anregungen ein neu überarbeiteter Ladekran für Kurzholz.