Eine riesige Auswahl an CDs hatte die Hammereisenbacher Bläserjugend bei ihrer Oldie-Night zu bieten. Im Bild (von links) Saskia und Lisa Willmann, Fabiola Augello, Discjockey Daniel Burgbacher und der Vorsitzende Dominik Nock. Foto: Ketterer

Für Bläserjugend steigt der finanzielle Aufwand der Oldie-Night. Besucher kommen erst spät.

Vöhrenbach-Hammereisenbach - War es das nasskalte Wetter oder der Zeitpunkt zu früh? Nur langsam tröpfelten die Besucher zu Kinderdisco und Oldie-Night.

 

Der Bläserjugendvorsitzende Dominik Nock konnte sich deshalb am Anfang viel Zeit nehmen und mit den Gästen ausführlich ein Schwätzchen halten. Lediglich zehn Kinder fanden sich zur Kinderdisco ein, die von 18 bis 20 Uhr auf dem Programm stand.

Mit zunehmender Dunkelheit und natürlich mit Regenschirm bewaffnet, steigerte sich die Besucherzahl. Gegen 23 Uhr hatte Dominik Nock etwa 60 Gäste und jetzt blickte der Vorsitzende mit seinen Helfern doch zufriedener in die Runde. Die Bar-Tische waren umlagert und die Gespräche in munterer Stimmung verbreiteten gute Laune.

Aus der Musikanlage ertönten Hits für jeden Geschmack. Daniel und Jonas Burgbacher und Dominik Nock betätigten sich als Discjockey. Lieder von Wolfgang Petri, Nena, Beatles, Les Humphries, Münchner Freiheit oder Hot Chocolate, wurden aufgelegt. Die Auswahl für die Discjockeys war mehr als genug, denn aus ungefähr mehr als 100 CDs konnte gewählt werden. Der eine oder andere Oldie-Night-Besucher wagte auch ein Tänzchen und so war die Atmosphäre genau nach dem Geschmack der Hammereisenbacher Bläserjugend als Veranstalter.

Für das leibliche Wohl an Getränken und Stärkungen wie Wurst- und Käsewecken, Brezeln oder Käsetraubenwürfeln war bestens gesorgt. Zu fortgeschrittener Zeit hatte Nock etwa 20 Helfer beschäftigt, die sich vor oder hinter der Theke um das Gelingen der Veranstaltung kümmerten. So gesehen war alles bestens und die Oldie-Night gelungen, eigentlich wie immer.

Seit 1995 veranstaltet der Nachwuchs des Musikvereins Hammereisenbach diese Oldie-Night, die immer noch gut angenommen wird. Ein anderes Bild zeigt allerdings die finanzielle Seite. Etwa 100 Euro für Hallenmiete, um die 40 Euro für die Ausschankgenehmigung müssen erwirtschaftet werden. Diese Kosten waren bekannt.

40 Euro mehr als im letzten Jahr

Erschrocken ist man bei der Bläserjugend allerdings, als die Rechnung der "Gema" im Briefkasten lag. Satte 100 Euro hat die "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte" verlangt. Das sind 40 Euro mehr als im letzten Jahr.

Die "Gema" wiederum führt die erhaltenen Gelder an Musikschaffende, Komponisten oder Textdichter ab. Wer Musik öffentlich abspielt, muss deshalb die "Gema"-Gebühren entrichten. Doch für die Veranstalter einer so kleinen Veranstaltung wie die Oldie-Night der Hammereisenbacher Bläserjugend tut diese Summe so richtig weh, zumal, wenn der Beitrag so kräftig erhöht wird.

Eigentlich schade, wenn die Jugend etwas für die Jugend tut und dann solche Beträge abführen muss.