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Vöhrenbach Flüchtlinge: Stadt sucht Wohnraum

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Damit Flüchtlinge integriert werden und Arbeit bekommen, müssen sie Deutsch lernen. Laut Vöhrenbacher Stadtverwaltung sei ein Sprachkurs geplant. Dafür sucht sie Unterstützung aus der Bevölkerung. Foto: Jaspersen Foto: Schwarzwälder Bote

Nach heftiger Kritik an der Unterbringung von Asylbewerbern in Urach hat jetzt die Stadtverwaltung Vöhrenbach reagiert. Sie kündigte an, anderweitige Wohnungen für die Flüchtlinge zu suchen. Die Unterbringung im Uracher Gemeindehaus soll keine Dauerlösung sein.

Vöhrenbach. Seit einigen Wochen hat die Stadt sechs Asylbewerber aus Nigeria im Gemeindehaus im Ortsteil Urach untergebracht. Das löste beim JobClub VS und beim Flüchtlingsrat Baden-Württemberg heftige Kritik aus. So sei die Verkehrsanbindung vor allem in den Ferienzeiten so gut wie nicht vorhanden, Internet und Mobilfunk nur sehr eingeschränkt nutzbar. Es fehle an Einkaufsmöglichkeiten und Kontakt zu Ämtern.

In einer Pressemitteilung hat die Stadtverwaltung ihr Vorgehen verteidigt. Endet die Unterbringung in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen, werden die Asylsuchenden und Flüchtlinge den Landratsämtern und Bürgermeisterämtern der Stadtkreise zugeteilt. Diese so genannte vorläufige Unterbringung geschieht nach einem Bevölkerungsschlüssel. Auch Vöhrenbach ist somit verpflichtet, Asylsuchenden und Flüchtlingen vorübergehend Wohnraum zu bieten.

"Keine leichte Aufgabe", erklärt die Stadtverwaltung, denn insbesondere in kleinen Gemeinden stehe selten ausreichend Wohnraum zur Verfügung. Seit Jahren stehe die Verwaltung gemeinsam mit dem Gemeinderat und den Ortsvorstehern hier vor der großen Herausforderung, ohne genau zu wissen, wann wie viele geflüchtete Personen hier ankommen, Wohnmöglichkeiten in ausreichender Menge bereit zu stellen.

Stadt sieht Wohncontainer kritisch

Die Überlegungen reichten von Anmieten oder Kauf von Immobilien bis hin zu dem Gedanken, Wohncontainer aufzustellen – "wobei sich im Hinblick auf Wohncontainer in einer Schwarzwaldgemeinde zusätzlich die Frage nach geeigneten Flächen stellt", so die Verwaltung.

Derzeit verfüge die Stadt über mehrere Standorte mit Wohnungen für Geflüchtete. Das Dorfgemeinschaftshaus in Urach mit zwei ausgebauten und eingerichteten Wohnungen werde genutzt, sollte die Stadt für zugewiesene Personen keinen Wohnraum in Vöhrenbach selbst oder in Hammereisenbach finden können. Die Wohnung verfüge über einen WLAN-Zugang. In unmittelbarer Nähe befindet sich eine Kirche. Dazu schreibt die Stadtverwaltung: "Ideal für die in Urach untergebrachten Männer, die nach eigener Aussage Christen sind und gerne eine Kirche besuchen möchten".

Dennoch, so betont die Stadtverwaltung, sei eine dauerhafte Unterbringung der Flüchtlinge in Urach nicht im Sinne der Stadt. Deshalb hat sie die Bevölkerung nun aufgerufen, sich zu melden, wenn Wohnraum in Vöhrenbach oder Hammereisenbach zur Verfügung steht.

Während der Ferienzeit gab es so gut wie keine Möglichkeit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln Urach zu verlassen. Das räumte auch die Stadtverwaltung ein. Allerdings habe sie während der schulfreien Zeit für die Flüchtlinge regelmäßig Fahrten organisiert, um Einkäufe, Arztbesuche und Behördengänge zu ermöglichen. Auch seien nach einem Aufruf zahlreiche Fahrräder für Flüchtlinge gespendet worden. Ein Sprachkurs sei geplant, für den die Stadt noch freiwillige Helfer sucht.

Wie die Stadt mitteilt, habe einer der Flüchtlinge eine Arbeitsstelle in Norddeutschland finden können, ein weiterer kann eventuell in Vöhrenbach eine Stelle bekommen.

Nicht gut zu sprechen ist die Stadtverwaltung auf JobClub VS und den Flüchtlingsrat. Die Kontakte zum JobClub ebenso wie der offene Brief des Flüchtlingsrates hätten sich "als wenig hilfreich" erwiesen. "Die erhoffte konstruktive Zusammenarbeit erscheint derzeit nicht möglich", so die Stadtverwaltung.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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