Harald Gaden am Arbeitsplatz. Auf den für ihn so wichtigen Internetzugang wartet er noch immer. Foto: Winter

Telekom patzt: Trotz Beantragung vor acht Wochen fehlen Kabel. "Unsere Existenz hängt daran".

Vöhrenbach - So richtig zornig ist Harald Gaden schon eigentlich nicht mehr. Eher resigniert. Der Chef der gleichnamigen Firma, die von Gütenbach in einen Neubau ins Vöhrenbacher Gewerbegebiet Auf der Wehrte zog, hatte bereits sechs bis acht Wochen vor dem Umzug einen neuen Telefonanschluss bei der Telekom beantragt.

Zwei Wochen später erhielt er einen Anruf, dass nun geprüft werden, ob die "Ressourcen" vorhanden seien, sprich: die erforderlichen Kabel. Zwei Wochen vor dem Umzug der Firma erkundigte sich Harald Gaden sicherheitshalber, ob mit dem Anschluss alles klar gehe. Sein Partner am anderen Ende der Leitung zeigte sich fast pikiert über die neue Anfrage, selbstverständlich sei alles Erforderliche in die Wege geleitet.

Dienstag und Mittwoch vergangener Woche erfolgte der Umzug, gleichzeitig wurde am Mittwoch mit der Produktion begonnen. Was fehlt, war allerdings der zugesagte Anschluss. Es stellte sich heraus, dass die angeblich vor Wochen bereits überprüften Ressourcen fehlten, ein Kabel gab es nicht.

Dabei handelt es sich bei dem Firmenanschluss nicht einfach um eine Telefonverbindung, vielmehr werden sämtliche Auftragsbestätigungen über E-Mail abgewickelt. "Für mich ist der Anschluss eine Frage der Existenz", betont Gaden. Gestern gab es den bereits für vergangenen Freitag und dann für Samstag zugesagten Anschluss noch immer nicht. Eine Mitteilung darüber: Fehlanzeige. Für heute gibt es eine neue Zusage. Doch die Kunden werden langsam ungeduldig.

Die Firma beschäftigt sieben Mitarbeiter, Drehen, Fräsen und Erodieren ist ihr Geschäft. Rauchzeichen sind es (noch) nicht.

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