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Vöhrenbach Den Opfern gedacht

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in diesem Jahr hat Stadtrat Rüdiger Hirt die Ansprache zum Volkstrauertag vor der Gedenktafel in der Friedhofskapelle übernommen. Für die musikalische Umrahmung sorgt der katholische Kirchenchor Vöhrenbach-Urach unter Leitung von Isabella Heimpel. Foto: Heimpel Foto: Schwarzwälder Bote

Vöhrenbach (sh). Wie an vielen Gedenkstätten in ganz Deutschland und natürlich auch im oberen Bregtal fand am Wochenende auch in Vöhrenbach eine Gedenkfeier zum Volkstrauertag statt. Für die musikalische Umrahmung sorgt in diesem Jahr der katholische Kirchenchor Vöhrenbach-Urach unter der Leitung von Isabella Heimpel mit zwei besinnlichen Werken von Georg Friedrich Händel und Louis Spohr.

Nach der Begrüßung der kleinen Schar von Teilnehmern an dieser Feier durch Bürgermeister Robert Strumberger übernahm Stadtrat Rüdiger Hirt die Gedenkansprache. In den Mittelpunkt seines Gedenkens stellte er den letzten Brief eines Vöhrenbacher Soldaten an seine Schwester aus dem Jahr 1941, in dem er ihr mitteilt, dass er nicht zum Weihnachtsfest kommen kann: "Da muss ich dir sagen, dass mir das nicht mehr genügt bis Weihnachten, denn bis Weihnachten sind wir nicht mehr hier in Dresden. Vielleicht mal wenn wir wieder zurückkommen. Wohin wissen wir noch nicht. Aber so schlimm wird es wohl nicht werden, wir wissen ja zu kämpfen, und einmal hört es auch auf!" Acht Wochen später ist er im Alter von 20 Jahren gefallen, sein Grab liegt in Fedjukowo in Russland, und sein Name ist wie der von vielen anderen Opfern auf der Gedenktafel in der Friedhofskapelle verewigt.

Nur noch wenige gebe es, so Rüdiger Hirt, die den Krieg und seine Folgen noch selbst erlebt haben. Es bleiben nur Zeugnisse, Dokumente und Gedenkstätten: "Die Trauer wird irgendwann enden, doch die Mahnung bleibt, dass sich Geschichte in dieser Art nicht wiederholen darf." Dies sei nun eine wichtige Aufgabe für die "Friedens-Zeitzeugen". Schließlich forderte er die Zuhörer auf, diese Botschaft im Gedenken an vergangenes Unheil und Unrecht an Angehörige und Freunde weiterzugeben, dass "gute Zeiten" nicht geschenkt werden, sondern man dafür etwas tun muss. Anschließend legten Bürgermeister Strumberger, Rüdiger Hirt und Karl-Heinz Schneider vom VdK die Kränze an der Ehrentafel nieder.

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