Diese Amsel freut sich über das bereitgestellte Futter auf einem Balkon. Niedrige Temperaturen reduzieren das Nahrungsangebot für die Tiere. (Symbolbild) Foto: Matthias Wand

Frost und Schnee machen Vögeln das Leben schwer. Während Gartenvögel Hilfe finden, kämpfen Arten wie das Auerhuhn in Donaueschingen und Umgebung ums Überleben.

Das winterliche Wetter stellt Herausforderungen an Vögel: Sinkende Temperaturen, Frost und Schneedecken erschweren die Nahrungssuche. Futterquellen wie Insekten, Samen und Beeren sind nur eingeschränkt verfügbar.

 

„Die derzeitige Witterung macht es vielen Vogelarten nicht leicht. Es gibt wenig Futter und gleichzeitig steigt der Energiebedarf der Vögel, um ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten“, erklärt Dietrich Weller, stellvertretender Vorsitzender der Donaueschinger Ortsgruppe des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu).

Er richte den Blick weniger auf siedlungsnahe Vögel, die in Gärten Futter suchen. „Diese Tiere kommen durch Zufütterung meist gut durch den Winter. Schwieriger haben es Tiere wie das ohnehin gefährdete Auerhuhn“, so Weller.

Im Winter reduziert das Auerhuhn seinen Energieverbrauch auf ein Minimum, um zu überleben. Jede Flucht kostet die bedrohten Tiere lebenswichtige Energie. Zum Schutz des Auerhuhns und anderer besonders belasteter Wildtiere appelliert Weller an Wintersportler und Wanderer, die Wege nicht zu verlassen. „Tatsächlich sind Spaziergänge in Siedlungsnähe derzeit für die Wildtiere das Beste“, so Weller.

Das geeignete Futter

Wer Singvögeln etwas Gutes tun möchte, kann Futterstellen auf dem Balkon oder im Garten errichten. Vögel ließen sich in zwei Gruppen einteilen: Weichfutter- und Körnerfresser, erklärt Weller. Weichfutterfresser seien Rotkehlchen, Amsel oder Zaunkönig.

„Diese Vögel fressen bevorzugt in Bodennähe und mögen keine harten Körnermischungen. Sie fressen gerne Haferflocken, Rosinen oder Obst. Allesfresser wie Kleiber oder Meisen nehmen im Winter auch Körnerfutter an“, so Weller. Sonnenblumen- oder Kürbiskerne eignen sich. Beide Arten bedienen sich an Fett-Körner-Mischungen, die im Handel unter Meisenknödeln oder -ringen geführt werden. Wichtig seien eine gute Erreichbarkeit und Sauberkeit, um Krankheiten vorzubeugen.