Fritz Rapp begeisterte bei der Vernissage mit seiner Installation „Konfusion.Fusion 2.0“ im „Häuschen“ am KUNSTdünger.
Seit Samstag wird das „Häuschen“ am Kunstdünger mit der Lichtinstallation „Konfusion.Fusion 2.0“ von Fritz Rapp bespielt. Und das Interesse an der Vernissage war groß wie sonst selten. Die Besucher scharten sich um die grüne Zelle und beobachten das Geschehen im Innern.
Zarte farbige Lichtlinien zeichnen sich an der Wand ab und verschmelzen zu einer gelblichen Lichtlinie, die durch ab und an ins Aquarium fallende Wassertropfen, die die Wasseroberfläche in Bewegung bringen, ins Schwingen gerät – mal mehr, mal weniger. „Wenn es dunkel ist, dass wird es hier richtig spektakulär“, sagt Fritz Rapp und lädt sogleich zu einem abendlichen Besuch ein.
Seit den Anfängen dabei
Andreas Göppert begrüßte die Besucher und informierte, dass Fritz Rapp mit seiner Arbeit „Wächter der Dolinen“ bereits seit Beginn des Kunstdüngers auf der Wiese vertreten ist. Und jetzt eben auch im „Häuschen“ mit seiner besonderen Lichtinstallation. Als Künstler wolle er nicht bezeichnet werden, hatte Fritz Rapp wissen lassen. Er sei vielmehr ein Gestalter, Fotodesigner, Techniker, Bildhauer und Tüftler, der sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft bewegt.
„Fritz Rapp verbindet in seinem Werk Mathematik, Physik, Ingenieurwissen und Ästhetik zu einem einzigartigen Ausdruck, der sowohl künstlerisch als auch technisch beeindruckt“, führt Vorsitzender Josef Schuldis aus. Rapps Werke würden einladen, nicht nur gesehen, sondern auch verstanden zu werden, „als visuelle Poesie, die technische Perfektion und künstlerischen Ausdruck vereint“, so Schuldis weiter. Und er erzählt, wie er in den vergangenen Wochen wahrgenommen habe, wie Fritz Rapp bei Wind und Wetter am Häuschen gestanden und gemessen und getüftelt habe. „Dabei hinterfragt er immer wieder das sichtbare“. Es erinnere ihn stark an die “experimentelle Physik“ aus Gymnasium und Universität, sagte Josef Schuldis.
Installation bleibt bis April
Herbert Sauter, einst Klassenkamerad von Fritz Rapp, wusste die eine oder andere Anekdote aus dem damaligen Schulalltag zu berichten – vor 62 Jahren am Leibniz-Gymnasium. Da hatten die Gäste Anlass zum Schmunzeln.
Wer mehr erfahren möchte, der kann die Installation noch bis April anschauen. Fritz Rapp bietet im Laufe der Ausstellung auch immer wieder „TelefonGespräche“ am KUNSTdünger an.