Fast 6000 Euro kamen beim dritten Heimatlauf der Baugenossenschaft Familienheim zusammen (von links): Sven Kieninger, Sebastian Merkle, Barbara Reichstein, Michael Stöffelmaier, Melanie Pees, Anita Neidhardt-März und Svenja Grimm (Familienheim) mit Töchterchen Luisa. Foto: Familienheim

Auf 355 laufende Teilnehmer setzen konnte die Baugenossenschaft "Familienheim" bei ihrem nun schon dritten virtuellen Heimatlauf unter dem Motto "gemeinsam Gutes tun". 5781 Kilometer wurden gelaufen, was die gleiche Zahl in Euro für gleich drei soziale Projekte bedeutet.

VS-Villingen - Von der Familienheim ein Euro pro Kilometer – das Ziel war gesteckt, und wie schon in den beiden Coronajahren zuvor fand der Heimatlauf mittels einer App statt. Allein die übermittelten Selfies im einheitlichen Lauf-Shirt geben eine Vorstellung davon, wie das Gemeinschaftserlebnis in Präsenz hätte aussehen können.

Erlös geht an drei Partner

Der Erlös ging nun zu gleichen Teilen – je 1972 Euro – an drei langjährige Kooperationspartner der Genossenschaft. Der diakonische Verein zur Förderung der Jugend- und Sozialarbeit wird seinen Anteil in den Umbau des einstigen Sozialkaufhauses "Jumbo" stecken, das unter dem neuen Namen "B9" zu einem Nachhaltigkeits- und Begegnungszentrum in Zusammenarbeit mit der Stiftung Liebenau werden soll. Anita Neidhardt-März und Barbara Reichstein hatten selbst etliche laufend zurückgelegte Kilometer beigesteuert.

Der Turnverein Villingen werde mit der Spende Projekte für die Jugend finanzieren, die nach langer Coronapause wieder anlaufen, sagte Geschäftsführer Sven Kieninger. Und der Caritasverband Schwarzwald-Baar werde die Zuwendung in die Finanzierung des integrativ arbeitenden Lebensmittelmarktes in der Wöschhalde einfließen lassen, kündigte Geschäftsführer Michael Stöffelmaier an.

Viele positive Rückmeldungen

"Viele positive Rückmeldungen" haben sie erreicht, berichtete bei der Scheckübergabe Melanie Pees, bei der Familienheim zuständig für die Organisation des Online-Laufes. Der Kindergarten Am Schwalbenhaag nutzte die Aufgabe als Bewegungsangebot für die Kinder und lieferte gemeinsam gelaufene 140 Kilometer ab. Im Durchschnitt überwand jeder Teilnehmer mehr als 16 Kilometer, beim Lauftreff Unterkirnach mit fünf Läufern lag er bei 52. Genossenschaftliche Unterstützung in Form der Teilnahme kam sowohl von Mitarbeitern des Bau- und Sparvereins Ravensburg als auch der Baugenossenschaft Villingen.

Auch am Gardasee teilgenommen

Der Reiz eines virtuellen Laufes: Ein Familienheim-Mitarbeiter konnte selbst im Urlaub am fernen Gardasee daran teilnehmen. Gleichwohl hofft Sebastian Merkle, das geschäftsführende Vorstandsmitglied der Familienheim, dass dies der letzte Lauf war, der nicht Seite an Seite unternommen werden konnte.