Die Vorhersage von Waldbränden per Satellit, Mobilität der Zukunft oder der "Zukunftsmensch mit Hirnchip" – zu diesen Themen referieren Vertreter aus Feuerwehr, Rettung und Katastrophenschutz beim bevorstehenden Virtual Fires Day.
St. Georgen - Zum 17. Mal lädt das Virtual Dimension Center im Technologiezentrum (TZ) Mitte November zum Virtual Fires Congress ein. Neben Vorträgen zu Themen aus den Bereichen Feuerwehr, Rettung und Katastrophenschutz findet erstmals auch ein Wettbewerb für Jugendliche statt, bei dem utopische Visionen entwickelt werden sollen.
"Die Zukunft ruft, ein bisschen auch aus dem Schwarzwald heraus", sagt Martin Zimmermann, Geschäftsführer von Imsimity, der zusammen mit Kommunikations- und Eventmanagerin Barbara Zimmermann und deren Mitarbeiterin Laura Appenzeller das Programm vorstellte. Technologien wie künstliche Intelligenz oder virtuelle Realität, die man in der Vergangenheit vorgestellt habe, seien heute Alltag bei Rettungsorganisationen. Und so sei auch bei der diesjährigen Veranstaltung ein Anspruch, technologische Impulse zu setzen und diese begreiflich zu machen, sodass sie gemeinschaftlich eingesetzt werden können.
Innenminister Thomas Strobl ist Schirmherr
Stolz ist Zimmermann, dass der Kongress unter der Schirmherrschaft des baden-württembergischen Innenministers Thomas Strobel (CDU) steht, der coronabedingt wohl virtuell ein Grußwort halten wird. Aus demselben Grund findet der Kongress wieder hybrid statt, am ersten Tag virtuell, am zweiten Tag mit der Möglichkeit des Besuchs im TZ.
Vorträge rund um digitale Lösungen
Eine Lehre der vergangenen Jahre ist die Möglichkeit, leichter weltweit dabei zu sein. So spricht zum Beispiel ein Gast aus Brasilien über "Waldbrand-Erkennung durch Satelliten und künstliche Intelligenz", Redner aus ganz Deutschland behandeln Themen wie das Vorhersagen und Simulieren von Naturkatastrophen und Krisen. Ganz nah am Puls der Zeit ist man mit "Mobilität der Zukunft" oder "Lernen und Leben in (d)einer digitalen Parallelwelt".
Weitere Themen sind unter anderem "Der Zukunftsmensch mit Ganzkörpertracking, Hirnchip und AR-Linse" oder Cybercrime und Blackouts oder der Schutz kritischer Infrastruktur.
Zu allen Themen werden Experten virtuell diskutieren. In Sachen "KI in der Robotik zur Unterstützung und zum Schutz von Einsatzkräften" spricht zum Beispiel eine Vertreterin des deutschen Robotikzentrums in Dortmund.
Am Dienstag ist die Teilnahme im TZ möglich
Am zweiten Tag der Veranstaltung dürfen Teilnehmer ins TZ kommen und sich verschiedene, zu den Themen passende Gerätschaften vorführen lassen. Zu Gast sein soll dabei auch Thomas Weisser, Kommandant der laut Zimmermann "innovativsten Feuerwehr der Region" aus Gremmelsbach, der schon im vergangenen Jahr einen Drohnenworkshop abhielt und diesmal eine Drohne vorführt, die Gebäude dreidimensional erfasst.
Wettbewerb stellt Neuerung dar
Ein ganz neues Glanzlicht ist der Virtual Fires Youth Award. Dabei sind 13- bis 20-Jährige aller Schulformen aufgerufen, sich in Kreativgruppen über die Zukunft von Metaversum, Avataren, Cyborgs, utopischen Lösungen für Rettungssysteme oder den Schutz von Natur und Mensch durch präventive Sicherheitsmaßnahmen Gedanken zu machen. Die Teilnahme ist sowohl real als auch virtuell möglich; Unterstützung bieten verschiedene Mentoren. Die erarbeiteten Ideen sollen vor einer Jury präsentiert werden.
Anmeldungen ab sofort möglich
Der Virtual Fires Congress findet am Montag, 10., und Dienstag, 11. November, statt. Dank der Unterstützung durch die PE-Stiftung ist die Veranstaltung für Ehrenamtliche aus dem BOS-Bereich – also für Angehörige von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben – kostenlos. Anmeldungen sind ab sofort über www.virtual-fires.de möglich.