Der Villinger Stefan Dörflinger hofft auf die große Liebe. Dafür wagte er sich sogar vor die Fernsehkameras. Er ist Teil der Sendung "First Dates" von Vox. Zum zweiten Mal ging Dörflinger diesen Weg.
Villingen-Schwenningen - Der 54-Jährige hat damals sich selbst für das Format beworben. "Ich war Single und wollte es ausprobieren. Ich hab nicht daran geglaubt, genommen zu werden", erzählt er.
Der Bewerbungsprozess für die Show "First Dates" dauerte nach Angaben des Teilnehmers etwa zwei bis drei Monate.
Beim ersten Mal funkt es nicht
"Die Produzenten achten darauf, jemanden aus deiner Umgebung zu finden", schildert er. Nach Online-Bewerbungen und Telefoncastings habe er die Zusage bekommen, blickt er zurück. Beim ersten Mal hatte es zwischen den beiden Teilnehmern nicht gefunkt, daher bekam er einige Monate später eine zweite Einladung von Vox.
Im Juli machte er sich dann ein weiteres Mal auf den Weg nach Köln in das Filmstudio. "Ich war nicht aufgeregt, sondern eher neugierig. Ich schaue die Serie gerne und kannte den groben Ablauf", beschreibt er seine Stimmung vor dem Dreh. In Köln angekommen, wohnte er, wie auch weitere Teilnehmer, ein Wochenende lang in einem Hotel. "Man wird in getrennten Hotels untergebracht", erzählt Dörflinger unserer Redaktion. Die Produzenten des TV-Formats würden sehr penibel darauf achten, dass sich die Teilnehmer nicht vorher begegnen.
Kamerataugliche Kleidung muss getragen werden
Am Tag der Aufnahme werde man zu einer bestimmten Zeit aus dem Hotel abgeholt und bekomme einen Ansprechpartner zugeteilt, erklärt Dörflinger. Im Studio müsse man gewisse Regeln einhalten: Vorab musste er darauf achten, dass seine Kleidung "kameratauglich" sei, also keine Logos, Marken oder Werbung darauf zu sehen sind. Auch durfte er keine Uhr tragen, "damit die Zuschauer nicht die Zeit ablesen können".
Ablauf des Drehs
Der Dreh erfolge nach einem gewissen Ablauf. Er beschreibt unserer Redaktion genau, wie die Dates ablaufen: Zuerst habe man ein 30-minütiges Interview. In dem gehe man darauf ein, welchen Typ Frau man begehre oder was man sich wünschen würde. Auch nach den Werte- und Moralvorstellungen werde gefragt.
Da die gestellten Fragen in der späteren Folge nicht zu hören seien, müsse man diese in die Antworten miteinbauen, schildert er. "Deswegen musste ich bei den Interviews umdenken, bevor ich antwortete", gibt der Villinger zu. Danach gehe man weiter zum Soundcheck und werde verkabelt. Darauf folgt dann das 90-minütige Date mit der anderen Teilnehmerin. Im Anschluss würde ein weiteres 30-Minuten-Interview folgen, in dem man dann, mit seinem zugeteilten Ansprechpartner, über das Date spreche.
Regeln während des Dates
Auch während des Dates galt es Regeln einzuhalten. Dörflinger erläutert eine davon: "Wir durften bestimmte Themen nicht ansprechen. Wie zum Beispiel Corona oder unseren Aufenthalt im Hotel." Bei seinem ersten Dreh, welcher während der Corona-Zeit stattfand, solle es zusätzlich Coronavorschriften gegeben haben. "Wir durften uns bei der Begrüßung nicht umarmen und auch nicht von dem Teller des anderen essen", klärt er auf. Das Filmset, an dem die Sendung gedreht wird, "ist wirklich wie ein Restaurant eingerichtet", offenbart Dörflinger. Seiner Meinung nach "lohnt es sich allein wegen des Essens" dort teilzunehmen.
Ein erfolgreiches Date
Sein Date, Scheyma Saalman aus Freiburg, hatte sich nach Ausstrahlung der ersten Sendung direkt auf Dörflinger beworben und durfte ihn auch kennenlernen. Schon nach den ersten Augenblicken waren die beiden Feuer und Flamme füreinander, blickt der Villinger zurück. "Je länger man am Tisch sitzt, desto mehr blendet man aus, dass da Kameras sind", beschreibt Dörflinger sein Date.
Die zweieinhalb Stunden Filmmaterial wurden, laut Aussagen des Kandidaten, auf 15 Minuten zurecht geschnitten, weswegen man nur Bruchteile des Dates sehe. Zwischen den beiden hat es offenbart gefunkt, denn seit Juli sind die beiden ein offizielles Paar und besuchen sich regelmäßig. "Ich würde jedem empfehlen, dort mitzumachen", so Dörflinger.