Die Sanierung der Parkanlage auf dem Hubenloch in Villingen startet in die erste Bauphase: Ab Montag, 20. April, beginnen die Bauarbeiten.
Nachdem der Gemeinderat im Juli 2025 die kostenreduzierte Umsetzung des Projekts mit Gesamtkosten von 750.000 Euro beschlossen hatte, erhielt die Stadt Villingen-Schwenningen im November 2025 eine Förderzusage des Bundes über mehr als 160.000 Euro für die geplanten Anpflanzungen und Entsiegelungsmaßnahmen, abhängig von den im Zuge der Baumaßnahme tatsächlich anfallenden förderfähigen Kosten.
Unter Federführung des Grünflächen- und Tiefbauamtes, in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Büro K 3 Landschaftsarchitektur und dem Ingenieurbüro Arcus aus Bräunlingen, wurden die Ausführungsplanung und die Ausschreibungen erarbeitet, teilt die Stadt VS mit.
Den Zuschlag für die Landschaftsbauarbeiten erhielt die Firma Fischer Landschaftsbau aus Bonndorf. Die Fertigstellung ist für Ende November terminiert.
Ökologische Aufwertung
Ein Schwerpunkt liegt auf der ökologischen Aufwertung. Geplant ist die Entwicklung von dichten, strukturreichen Gehölzbeständen und die Aufwertung bestehender Wiesenflächen. Großflächige, artenreiche Saumvegetationen bieten neuen Lebensraum für Insekten und Kleintiere. Diese Maßnahme dient gleichzeitig als artenschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme für den Bebauungsplan „Oberer Brühl“, deren Erfolg durch ein professionelles Monitoring sichergestellt wird.
Um eine nachhaltige und klimagerechte Entwicklung zu gewährleisten, werden ausschließlich heimische und klimaresiliente Pflanzenarten verwendet. Bestehende Vegetationsbestände werden erhalten und, wenn nötig, durch standortangepasste Ansaaten ergänzt, zeigt die Stadt weiter auf.
In Zahlen bedeutet dies: Über 100 Bäume und knapp 300 Sträucher werden neu gepflanzt, zudem werden rund 2000 Quadratmeter artenreiche Pflanzflächen und 1300 Quadratmeter bunt blühende Wiesenflächen neu angelegt.
Barrierefreiheit
Als wesentliche Verbesserung der Infrastruktur wird die östliche Treppenanlage an der Vöhrenbacher Straße zu einer barrierefreien Rampe umgebaut. Dies gewährleistet zukünftig einen weiteren stufenlosen Zugang zum Park. Im Gegenzug werden die stark sanierungsbedürftige mittlere Treppenanlage sowie eine nicht mehr standsichere Trockenmauer nördlich der Sportanlage ersatzlos zurückgebaut.
Die frei werdenden Flächen werden vollständig entsiegelt und bepflanzt, was nicht nur erhebliche Sanierungs- und Unterhaltskosten spart, sondern ebenfalls teilweise gefördert wird.
„Mit diesem ersten Bauabschnitt wird der Fokus auf die dringendsten Handlungsbedarfe gelegt und die Grundlage für die langfristige Sicherung dieser gesamtstädtisch bedeutsamen Grünanlage geschaffen. Während der Bauphase kann es zu vorübergehenden Einschränkungen bei der Erreichbarkeit und Nutzung des Hubenlochs kommen“, informiert die Stadt.