Der Zebrastreifen im Villinger Innenring steht weiter im Fokus. Foto: Marc Eich

Die Situation im Villinger Innenring wird weiterhin diskutiert. Nun gibt es einen neuen Vorstoß, um im dortigen Bereich auch die Situation für Fußgänger zu entschärfen.

Für heftige Diskussionen und teilweise gar einen Shitstorm gegen die Stadtverwaltung hatten die zwischenzeitlich angelegten Parkplätze im Villinger Innenring gesorgt. Nun gibt es einen neuen Vorschlag, um im dortigen Bereich auch die Situation für Fußgänger zu entschärfen.

 

Rückblende. Im vergangenen August überraschte ein Vorstoß der Stadtverwaltung für den Innenring: Zwischen der Kronengasse und der Einmündung Waldstraße wurde eine Fahrspur versuchsweise gesperrt und dort Parkplätze angelegt.

Hintergrund war die Sicherheit der Fußgänger am Überweg an der Waldstraße. Demnach sei die Querung von zwei Fahrstreifen – trotz der vorhandenen Mittelinsel – nicht zulässig. Durch die Sperrung des Fahrstreifens sollte diese Situation bereinigt werden.

Busse konnte nicht mehr ausscheren

Allerdings traten Schwierigkeiten auf – insbesondere weil die Busse Probleme beim Ausscheren von der Haltestelle in den Benediktinerring hatten. Die Stadt reagierte daraufhin – die Parkplätze waren wieder Geschichte.

Stattdessen wurde lediglich der Fahrstreifen direkt vor dem Zebrastreifen gesperrt, der Engpass wurde demnach weiter nach vorne verlagert. Doch das ist aus Sicht der Stadt noch nicht der Weisheits letzter Schluss – so soll eine Ampelanlage für endgültige Sicherheit am Fußgängerüberweg sorgen. Entsprechende Planungen laufen.

Anwohner sorgen sich nach tödlichen Unfällen

Darauf reagiert Anwohner Klaus Meusel mit Kopfschütteln. Denn er hat im betroffenen Bereich auch die von ihm monierte Raserei im Blick. Die Ampelanlage an der Kreuzung zur Mönchweilerstraße würde insbesondere im Sommer als Startsignal für Rennen gelten, die tödlichen Motorradunfälle im Jahr 2018 hätten gezeigt, dass es im Innenring Handlungsbedarf gebe.

Vonseiten der Anrainer war daraufhin eine Petition gestartet worden. So waren entweder so genannte Speedbreaker, also Bodenschwellen, oder eine Blitzeranlage gefordert worden. „Das würde auch gleichzeitig die Passanten auf dem Zebrastreifen schützen“, führt Meusel aus.

Stadt schließt Blitzeranlage an dieser Stelle aus

Die Laserkontrollen in der Vergangenheit hätten dabei deutlich gemacht, dass sich eine solche Anlage innerhalb kürzester Zeit amortisieren würde. Im Jahr 2018 waren beispielsweise bei einer sechsstündigen Kontrolle im Benediktinerring über 600 Vergehen festgestellt worden. „Ich möchte deshalb die Idee der Blitzeranlage nochmals ins Gedächtnis rufen“, so der Anwohner.

Die Stadt schließt die Installation einer solchen Anlage aber aus. „Die Möglichkeit einer stationären Messanlage im Bereich des Fußgängerüberweges im Benediktinerring an der Einmündung zur Waldstraße ist in Bezug auf diesen ausgeschlossen“, heißt es aus der Verwaltung.

Geschwindigkeit hat nichts mit dem Grundproblem zu tun

Denn: Dadurch würde das grundsätzliche Problem, dass ein Fußgängerüberweg nicht zweispurig erfolgen dürfe, nicht gelöst. „Das Thema hat nichts mit der Geschwindigkeit zu tun“, heißt es zur Begründung. Nur die Einspurigkeit oder eine Ampel seien Möglichkeiten, um die Situation mit Blick auf die verkehrsrechtliche Situation zu entschärfen.