Wahlkampf: Verena Föttinger spricht Ungerechtigkeiten an

Villingendorf. Auf aktuelle Fragen rund um Familie und Kinderbetreuung ging Verena Föttinger, Bundestagswahlkandidatin der Ökologisch-Demokratischen Partei/Familie und Umwelt (ÖDP), unlängst bei einer Diskussionsveranstaltung in Villingendorf ein.

Sie machte deutlich, dass der wirtschaftliche Gewinn der Kindererziehung vergesellschaftet worden sei, so dass alle davon in Rente, Pflege und im Krankheitsfall profitierten, während die Kinderkosten überwiegend bei den Eltern verblieben.

So entwickelte sich eine paradoxe Situation, dass nämlich ausgerechnet diejenigen, die für eine kommende in die sozialen Sicherungssysteme einzahlende Generation sorgten, indem sie Kinder haben und erziehen, selbst davon während der Erziehung und im Alter am wenigsten profitierten. Kinder- und Altersarmut hätten so trotz anderer sozialer Maßnahmen gravierend zugenommen.

Verena Föttinger: "Die Erziehungsleistung der Eltern muss viel stärker bei der Pflege- und Rentenversicherung angerechnet werden."

Darüber hinaus beklagte die Kandidatin das ungerechte Elterngeld, das junge Familien, Studenten und Auszubildende wie auch Mehrkinderfamilien mit einem Sockelbetrag abspeise, während Besserverdienende den Höchstbetrag von bis zu 1800 Euro pro Monat erreichen könnten. "Das ist eine eindeutige Diskriminierung, die Eltern nicht hinnehmen dürfen", so Föttinger. Und sie fügte an, dass der Staat auch nicht das Recht habe, Eltern einseitig zu subventionieren, die ihre Kinder in Krippen betreuen lassen.

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