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Villingendorf Noch 72 Krawatten von der Ehrung entfernt

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Vor dem Abflug: Die große Garde zelebriert den Fliegertanz. Fotos: Sauerland Foto: Schwarzwälder Bote

War es der letzte Bürgerball in der Villingendorfer Festhalle? Wer weiß? Auf jeden Fall war es ein Ereignis mit viel Gehalt und phantastischen Ereignissen.

Villingendorf. Nachdem Narrenvater Tobias Schuhmacher Honoratioren, Narren, Musikkapelle und Gäste begrüßt hatte, berichtete Schultes Marcus Türk über sein schweres, erstes Jahr im Amt, von rechthaberischen Bürgern, ständig klingelndem Telefon, viel Arbeit und Müh. Doch erfreute ihn der Erfolg der letztjährigen Spendenaktion, aus der unter anderem sein Bauernkittel finanziert wurde und warb nun für Spenden für den neuen Hallenanbau des Sportvereins. Kleingeld sei zu schwer für die Spendenbox, daher wurde um Scheine geworben.

Wolfgang und Anneliese Funzfichler, bekannt aus der Comedy-Version des Musikantenstadels, übernahmen die Moderation. Bei Luis Bonillo und Karina Nester wirkten diese Rollen fast wie auf den Leib geschrieben, moderierten sie doch teils im Streit, teils in Harmonie, aber in stets humorvoller Atmosphäre durch das Programm.

Es folgten die Habermüaslertänzer unter Leitung von Alexandra Fries und Toni Klug, die mit ihrem traditionellen Tanz das Zusammenspiel der Narrentypen Habermüasler und Saier wiedergaben. Der daran anschließende Showtanz "Fantasy Girl" war eine Mitmach-Aktion – und im Nu war die Bühne voll. Habermüaslertänzer, Garde, Elferrat, Publikum sowie Junge und Alte nahmen an diesem Flashmob-artigen Tanz teil.

In der Bütt betrachtete der "Müllmann" Uwe Sauerland das Debakel um die neuen Mülltonnen und die dadurch entstandenen Narrenstückle. Hier ging es um verschwundene Mülltonnen, frisch geputzter Salat in der Biotonne sowie um Geburtstagsgeschenkle, die in der Papiertonne vermutet wurden.

Die kleine Garde unter der Leitung von Sabrina Bühl und Sabrina Fiedler führte im Anschluss ihren Gardetanz auf und zeigte gekonnt eine tolle Darbietung, gefolgt vom Auftritt von der großen Garde (unter Leitung von Janin Gaiselmann und Nicole Haag), die ebenfalls mit ihrem adretten Gardetanz das Publikum begeisterte.

Die große Garde dankte im Anschluss ihren Trainerinnen für deren Einsatz, beide beenden ihre Aufgabe an dieser Fasnet, ebenso wie ein großer Teil der Garde. Familien- und Berufsleben fordern ihren Tribut, dennoch war Narrenvater Tobias Schuhmacher in seinen charmanten Dankesworten zuversichtlich, dass es im kommenden Jahr eine große Garde geben werde.

Um Kopf und Kragen

Das Rössle (Markus Nester und Sebastian Müller) redete sich im Anschluss feixend um Kopf und Kragen. So wurde neben dem Wirtschaftssterben und der drohenden Schließung der örtlichen Metzgerei auch der Schultes aufs Korn genommen. Ein Jahr Marcus Türk bedeute 365 Tage Anzug. Gelobt wurde der Bauhof, der dank Erderwärmung im Ort noch nie so gut gebahnt habe wie in diesem Winter.

Die Tanzgruppe "Fun Dance" des Sportvereins zeigte unter der Leitung von Leila Hummel einen abwechslungsreichen und starken Tanz, mit viel Laut und Bum-Bum, aber spritzig und in toller Choreographie. Die Berros (Berthold Bauer und Roland Müller) leiteten mit der Schunkelrunde in die Programmpause über.

Den närrischen Faden nahmen nach der Pause die Zunftsänger auf, sie blickten zurück auf das Narrentreffen in Boll vor 28 Jahren sowie im aktuellen Jahr und verglichen die Umzugsstrecken. Damals wurde die Narrenzunft durch einen Fehler im Umzug direkt zum Schützenhaus geleitet und die Umzugsstrecke war nur 200 Meter lang. In diesem Jahr gelang es erstmals, die gesamte Umzugsstrecke zurückzulegen.

Die Krawatten von Schultes Marcus Türk wurden thematisiert, der noch 72 Krawatten am Schmotzigen verlieren müsse, ehe er bei der Narrenzunft als Mitglied geehrt werden könne. Mit einer deutschen Version von "We Are The World" wurde auf die Folgen des Klimawandels eingegangen und der Aufruf gestartet, dass jeder seinen Beitrag leisten müsse, um den Kindern eine lebenswerte Welt zu hinterlassen.

An den Demonstrationen "Fridays For Future" könne man in Villingendorf nicht teilnehmen, weil freitags alle ihr Grüngut nach Zimmern fahren. Samstags wäre für die Demo besser geeignet, da die Grüngutplatte erst am Samstagnachmittag öffne und somit die Schüler am Freitag auch nicht in der Schule fehlen müssten.

Wurst mit Glühweinsoße

Außerdem ging es um ein verpasstes Fußballspiel der Damen-WM in Montpellier, die vom "Greenkeeper" des SVV nun doch zu umrundende Straßenlaterne und die Frage, ob der Tennisclub am näch­sten Winterzauber wieder Rote Wurst mit Glühweinsoße anbiete. Mit dem Lied um Männerschnupfen ("Vincent", Sarah Connor) brachten die Zunftsänger die Männer um den Verstand und die Frauen auf ihre Seite.

Der Showtanz der zunfteigenen Jugend-Showtanzgruppe unter Leitung von Alina Schäfer, Carolin und Julia Rieger zeigte einen peppigen Bauarbeitertanz, für den die jungen Damen viel Beifall erhielten. Darko Matic überzeugte als "Trappatonis Großneffe" und lieferte eine sehens- und hörenswerte Einmann-Show mit viel Lokal-kolorit in Anlehnung an das bekannte TV-Interview mit dem damaligen Bayern-Trainer. "Strunz!", "Was erlaube (Tobias) Schuhmacher" und "Ich habe fertig!" sind nur einige Zitate.

Im Anschluss brachte die Musikkapelle den Elferrat zu Höchstleistungen. Der Gewinn des Spiels war die musikalische Live-Untermalung des Abbietens am Dienstagabend durch die Musikkapelle. Der Auftrag war, verschiedene Begriffe der Genre "Nachbarzünfte", "Musikinstrumente" und "Sportarten" pantomimisch nach Art der "stille Post" weiterzugeben.

Die Lösung durfte Narrenvater Tobias Schuhmacher nennen. Der Elferrat gab alles und gewann, nicht zuletzt durch seine turnerischen Einlagen und mutige Teamlei­stung.

Lob und Lied für "Tobi"

Der nächste Programmpunkt stand nicht auf dem offiziellen Programm. Da Narrenvater Tobias Schuhmacher inzwischen 20 Jahre Elferrat ist, dankten ihm verschiedene Gruppierungen (Musikkapelle, Zunftsänger, Freiwillige Feuerwehr, Große Garde und weitere) per Video, die "Berros" live und natürlich sein Elferrat für 20 Jahre unermüdlichen Einsatz für Fasnet, Teamgeist und Zusammenarbeit. Das Dankeslied sang die ganze Halle stehend mit.

Die große Garde erntete mit ihrer Flugshow viel Beifall, führten sie das Publikum doch mit toller Choreographie und hinreißender Darbietung in die Welt der Flieger ein.

Mit dem Schlussbild und dem Dank an alle Narren, Akteure, Choreographen und Helfer, so die Crew um Clemens Hummel hinter der Theke, beschloss Tobias Schuhmacher das Programm. Die Gäste schwangen zur Musik der "Berros" noch bis tief in die Nacht hinein das Tanzbein oder vergnügten sich in den Bars.

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