Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingendorf Keine Stufen mehr auf dem Weg zum Herrn

Von
Gemeindefest, Erstkommunion, Hochzeit, Taufe und andere kirchliche Feierlichkeiten: Die Sanierung und barrierefreie Gestaltung des Kirchplatzes von St. Gallus ist nahezu abgeschlossen. Fotos: Pfannes Foto: Schwarzwälder Bote

Die Wege des Herrn sind unergründlich, wer jedoch den Weg zum Herrn in Villingendorf betritt, darf erfreut sein. Nach der Sanierung erstrahlt der Kirchplatz. Und Sabine Gaiselmann, die gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats von St. Gallus.

Villingendorf. Das ehrgeizige Projekt ist nahezu vollendet. Im Prinzip eine Punktlandung für die Hälfte des Kirchengemeinderats; fünf Mitglieder und ein beratendes werden am Dienstag, 30. Juni, während der Abendmesse (ab 19 Uhr) verabschiedet.

Gelände aufgefüllt

Faszinierend ist auf jeden Fall der Umstand, dass von der Auffüllung des Geländes nichts zu merken ist. Wer von der Ortsdurchfahrt die geschwungene Auffahrt, den Rampenweg, nach oben geht, kann sich nicht vorstellen, dass das Gelände nun höher über Normalnull liegt als noch im vergangenen Jahr.

Eigentlich sollten die Arbeiten, die in den Händen der Firma Oberer Landschaftsbau liegen, bereits nach dem Sommer 2019 starten. Da jedoch das Auftragsbuch gut gefüllt war, ging es erst im Frühjahr los. Nicht unbedingt zum Nachteil der Sache. Wegen "Corona" und dank des schönen Wetters konnten die fleißigen Hände flott und ungestört werkeln. Aufgrund des "Lockdown" waren schließlich Gottesdienste und kirchliche Feiern nicht erlaubt. Das Ziel, barrierefrei Kirche und Gemeindehaus betreten zu können, wurde umgesetzt.

Deshalb das Auffüllen des Geländes. Somit entfallen die Stufen. Freundlicher und großzügiger sehen außerdem der Nebeneingang ins Gotteshaus und in die Sakristei – mit Treppen – aus. Beide wurden aufgewertet. Der Kirchplatz verdient jetzt sicherlich die Bezeichnung Platz: sei es für größere Menschenansammlungen nach "Corona" wie Gemeindefeste, Hochzeiten und Erstkommunionfeiern oder für Zusammenkünfte mit Blick auf das Abstandsgebot während "Corona". Beide Pflanzbeete gehören der Vergangenheit an.

Oben angesprochener Rampenweg wurde verlegt, ist etwas länger geworden, die Auffahrt dafür weniger steil. Und er läuft auf die Querungshilfe in der Rottweiler Straße hin, um einen Anreiz zu geben, die Ortsdurchfahrt gefahrloser zu überqueren als direkt beim Hauptaufgang zur Kirche (der nahe an der Straßenkreuzung liegt).

Eben jener erhielt breitere Treppenstufen und zwischen den Tritten ein Zwischenpodest. Hier fehlt noch der Handlauf. Mit Beleuchtung auf seiner Unterseite. Er "ragt" jetzt minimal weiter in den Gehweg hinein. Dies war einst eine Befürchtung von Bürgern, die dieses Projekt kritischer gesehen haben. Und: Die zwei repräsentativen Bäume links und rechts der Haupttreppe scheinen die Baumaßnahme unbeschadet überstanden zu haben.

Automatischer Türöffner

Der Haupteingang der Kirche wird demnächst mit einem automatischen Türöffner für Außen- und Schwingtür ausgerüstet. Die Bepflanzungen auf dem Kirchplatzgelände werden im Herbst erfolgen.

Der Zugang ins Erdgeschoss des Gemeindehauses mit Bücherei, Toilette und Gemeinderaum (zum Beispiel für das Trauercafé) bereitet jetzt keine Schwierigkeiten mehr für Personen, die auf Gehhilfen angewiesen sind. Einzige Einschränkung: Der Aufgang ins Obergeschoss bleibt mit Treppe. Eine Änderung war aus Gründen des Denkmalschutzes des Gebäudes nicht möglich.

Wer mit dem Auto die Parkplätze neben dem Kirchplatz ansteuert, trifft auf etwas breitere Exemplare. Eine weitere Hilfe für Besucher von St. Gallus.

Als hilfreich für das Projekt erweist sich die Genehmigung eines Antrags bei Leader (Maßnahmenprogramm der Europäischen Union, um Projekte im ländlichen Raum zu fördern), um den sich Kirchengemeinderat Martin Schwellinger verdient gemacht hat. Gaiselmann nennt die Kosten (etwa 185 000 Euro) und die "Zuschüsse" (83 000 Euro bei "Leader" und 15 000 Euro von der Gemeinde, die Eigentümerin von Teilflächen ist).

Sabine Gaiselmann zieht ein mehr als positives Fazit. Sie ist begeistert. Das lange Warten auf den Start meisterte sie (und der Kirchengemeinderat) mit viel Geduld. Selbige ist weiterhin gefragt – für die offizielle Einweihung, die in "Corona"-Zeiten nicht möglich ist.

Neues Gremium

Im Terminkalender steht dafür die Verabschiedung und die Neueinsetzung des Kirchengemeinderats. Neben Sabine Gaiselmann, die dem Gremium 19 Jahre angehört hat, hören am Dienstag außerdem Martin Schwellinger, Renate Engesser, Birgit Zimmermann, Marie-Theres Müller und Verena Hogg (beratend) auf. Dem neuen Gremium gehören weiterhin Isolde Kramer, Jutta Naue, Chri­sta Müller, Franz Schneider und Robert Storz sowie als "Neulinge" Ute Bauer, Lucia Kimmig, Thilo Zimmermann, Sebastian Jungen und Oliver Schnell an.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.