Monika Maier (links) von Dinies mit Kandidatin Sonja Rajsp und Geschäftsführer Cajus Dinies. Foto: Wahlkampfbüro Foto: Schwarzwälder Bote

Innovation: Land fördert Anschaffung / UVC-Strahlen töten Viren und Keime

Villingendorf. Sonja Rajsp, Landtagskandidatin der Grünen, besuchte kürzlich die Firma Dinies in Villingendorf. Hier werden Luftfilter produziert, die mit UV-Strahlen arbeiten und damit eines erreichen, was sich derzeit alle wünschen: das Herausfiltern von Keimen und Viren aus der Raumluft. Firmengründer und Geschäftsführer Cajus Dinies erläuterte der Besucherin, wie das funktioniert.

In Ventilatoren oder Klimaanlagen sorgen UVC-Strahlen dafür, dass Keime und Viren abgetötet werden. Das ist wissenschaftlich belegt. So wurde mit Messgeräten nachgewiesen, dass die Zahl der Luftkeime nach dem Filtern wesentlich verringert wurde. Die Luft solle natürlich nicht steril gemacht werden, meint Dinies, aber wenn die Keim- und Virenbelastung verringert ist, verringert sich auch die Gefahr einer Ansteckung.

Eingesetzt werden können die UV-Filter in Schulräumen, unter anderem in Bussen oder Wartezimmern. Auch das Schwarzwald-Baar-Klinikum arbeitet mit den mobilen Luftreinigern der Spezialisten, denn die UV-Filter töten Keime ab, die beim herkömmlichen Putzen oft nicht mehr weggehen. Sonja Rajsp erfuhr zudem, dass es Armaturenteile in Rettungshubschraubern gibt, die man besser nicht mit Lappen abwischen sollte.

Vor kurzem wurde die Villingendorfer Schule mit den Filtern von Dinies ausgestattet. Ein Aspekt, der für Sonja Rajsp (Elternbeirätin in Lauterbach) besonders interessant war: "Ich finde das super. Das wird nämlich auch vom Land gefördert". Zwar ist ihre Sorge, dass die Corona-Pandemie überstanden ist, bis alle Schulen mit den Luftfiltern ausgestattet sind, trotzdem wäre das ein sinnvoller Baustein in der Bekämpfungsstrategie, findet die Kandidatin. "Die helfen ja auch bei den jährlichen Grippe- und Erkältungswellen. Ruhigen Gewissens gesellige Stunden im Restaurant sitzen – davon träumen derzeit viele", meint Rajsp und kann sich als Betreiberin des Begegnungsrestaurants Aladin & Frieda den Einsatz der Filter gut vorstellen. Rajsp meint: "Unternehmen mit Produktion vor Ort sind sehr wichtig für eine gesunde, regionale Wertschöpfungskette." Cajus Dinies, in dessen Firma 20 Leute arbeiten, bekommt derzeit viele Aufträge. Trotzdem könne man die 1290 Euro teuren UV-Filter innerhalb von fünf bis sieben Tagen liefern, betont er.