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Villingendorf Bürgermeisterkandidaten stellen sich vor

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Volle Halle: 500 Villingendorfer Bürger kommen zur Bürgermeisterkandidatenkür. Foto: Schmidt

Villingendorf - Die Villingendorfer Bürger lassen sich nicht lumpen. Die Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten am Donnerstagabend ist außerordentlich gut besucht, besticht durch zwei punktgenaue Vorträge von Frank Völker und Marcus Türk und wird durch zahlreiche Fragen angereichert.

Als kurz nach 21.45 Uhr die Schlussworte fallen, bleiben eine Menge Informationen und eine starke Diskussionsbasis für die weitere Abendgestaltung zurück. Hier eine Auswahl.  Das Interesse: Ist riesengroß. Etwa 500 Zuschauer sind in der alten Turn- und Festhalle, an die 70 von ihnen stehen.  Der Moderator: Die Souveränität in Person. Bürgermei­ster-Stellvertreter Karl-Heinz Wachter bringt – scheinbar – nichts aus der Ruhe. Und spielt selbst Rede- statt Fragebeiträge von Bürgern elegant ins Aus. Einziges Manko des straff organisierten Abends: Die angekündigten 60 Minuten für die Fragerunde erhalten eine stattliche Nachspielzeit.  Kandidat eins: Frank Völker, 46 Jahre, wohnt seit zwölf Jahren in Villingendorf. Hat ein Heimspiel – mit all seinen Vorteilen und Nachteilen. Jung genug, um Junge zu verstehen, reif genug, um dank seiner Lebenserfahrung und seiner breiten Ausbildung das Amt des Bürgermeisters ausfüllen zu können. So seine Botschaft.

Der Mann aus der Wirtschaft. Aus dem Management. Aber auch ein Vereinsmensch. Sportverein, Tennisclub und Narrenzunft durch eigenes Engagement besonders verbunden. Sieht sich als Dienstleister. Hat viel mitzuteilen.

Kommt mit einem Zehn- Punkte-Programm; fünf Projekte, wie den Neubau der Turn- und Festhalle, die bereits in Planung sind, fünf, die ihm darüber hinaus am Herzen liegen, wie die Stärkung der Gastronomie, respektive die Gewinnung von Investoren für ein Hotel oder Motel, oder die Entwicklung einer Vision zur Umgestaltung des Mittelpunktes der Gemeinde, des Parkplatzes am Rathaus. Mit den Bürgern.  Überhaupt die Bürger: Sind in heutigen Zeiten unverzichtbar. Für beide Kandidaten. Sie werden umworben. Es wird versprochen, sie einzubeziehen. Offene Türen für sie zu haben.  Kandidat zwei: Marcus Türk, 32 Jahre, kommt aus Heiligenzimmern, wohnt in Freudenstadt. Der Auswärtige.

Der Mann aus der Verwaltung. Der bereits in jungen Jahren eine erstaunliche Karriere vorweisen kann (Kämmerer, Hauptamtsleiter, erneut Hauptamtsleiter). Tageweise Lehrbeauftragter in der Verwaltungsfachhochschule. Nicht minder Vereinsmensch. Diverse passive Mitgliedschaften. Und: Leitet einen Angelverein. Spricht bedächtiger.

Baut seine Rede um fünf Themenfelder. Hier nur zwei Beispiele. Oberstes Gebot: wirtschaftliche und sparsame Haushaltsführung. Es gelte, Prioritäten zu setzen. Plant ein offenes Jugendforum, will erkunden, was die Jugend, die Bürger von morgen, vermisst.

Warum Villingendorf? Die Gemeindegröße passe zu ihm, damit er direkten Bürgerkontakt, wie er ihn sich vorstelle, pflege könne. Villingendorf liege nicht weit von Heiligenzimmern entfernt. Aber: Werde er Bürgermeister, dann ziehe er nach Villingendorf, wolle hier ein Haus bauen.  Die Fragen: Sind unzählige. Manche gehen in die Tiefe oder vertiefen ein angeschnittenes Thema, andere, nur wenige, drehen sich um Probleme vor der eigenen Tür. Beispiele?

Es geht um die Ausbildung der Kandidaten. Um die Gastronomie und ihren schwindenden Stellenwert (nicht nur) in Villingendorf; gestern Abend hört die Öffentlichkeit von Hans Bäcker, dass die "Linde" in diesen Tage verkauft worden sei und eine Shisha-Bar hereinkäme. Die Zeiten von einst sind vorbei in heutigen Zeiten, in der (fast) jeder Verein ein Vereinsheim habe und eine örtliche Gastwirtschaft festgestellt habe, dass 90 Prozent ihrer Gäste von auswärts kämen, so Frank Völker.

Es geht aber auch um den Verkehr in den Ortsdurchfahrten. Marcus Türk (Diplomarbeit: Verkehrsberuhigung) rät von stationären Blitzern ab. Weitere Punkte sind der noch nicht abgeschlossene Glasfaserausbau in jeweilige Häuser und die finanziellen Herausforderungen der Zukunft, um Sanierungsstau. Während Völker die "Flucht nach vorne" antreten will, also Einnahmen generieren und die Wirtschaft stärken, geht Türk bedächtiger vor, in dem er zusätzlich fragt, wo sich etwas einsparen lassen könnte.  Fazit: Ein hochinteressanter Abend. Gegensätzlicher auf einem guten Niveau kann eine Wahl in einer 3300-Seelen-Gemeinde kaum sein. Die Bürger haben nun am 28. Oktober bei der Wahl das letzte Wort. Davor noch die Kandidaten –­ bei Hausbesuchen und anderen Aktivitäten.

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