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Villingen-Schwenningen Zwischenstopp des Verkehrsministers

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Oberbürgermeister Jürgen Roth (von links) spricht gegenüber Verkehrsminister Winfried Hermann und den Landtagsabgeordneten Karl Rombach und Martina Braun in Sachen Verkehr Tacheles. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

"Ich hoffe stark auf Ihre Unterstützung". OB Jürgen Roth nutzte am frühen Montagabend die Gelegenheit, Landesverkehrsminister Winfried Hermann die Dringlichkeit einer Verkehrsoffensive im Oberzentrum nahezulegen – auf dem Bahnsteig 2 des Villinger Bahnhofs.

VS-Villingen. Der ungewöhnliche Ort für das Gespräch kam auf Initiative von Martina Braun zustande, Landtagsabgeordnete der Grünen, die sich gemeinsam mit Hermann auf dem Weg zu einer Veranstaltung in Schönwald befand und die Umsteigepause in Villingen zum Austausch nutzte.

Dabei konnten sich die Teilnehmer, darunter auch der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Rombach, St. Georgens Bürgermeister Martin Rieger, Heiko Focke von der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg, Michael Podolski vom Zweckverband Ringzug und Fabian Wagner, Mobilitätsbeauftragter der Furtwangen University schon einmal die neuen, hochmodernen und barrierefreien E-Schienenfahrzeuge des Landes ansehen, die im Villinger Bahnhof auf ihren Einsatz ab dem Fahrplanwechsel im Dezember warten. Winfried Hermann beschwor den "Fortschritt auch im ländlichen Raum" und hob die "überfällige" Sanierung des Villinger Bahnhofes als letzte Maßnahme im 150-Millionen-Euro-Bahnhofsmodernisierungsprogramm, Teil eins, hervor. Mit 420 Millionen Euro von Land und Bahn stehe der zweite, auf zehn Jahre ausgelegte Teil, schon in den Startlöchern.

Ein Bahnhof sei immer auch das "Tor zur Stadt" und er rate jeder Kommune, ihren Bahnhof zu kaufen, um ihn schön gestalten und zu einer "Mobilitätsdrehscheibe" mit Park&Ride-Plätzen, Carsharing-Angeboten und Dienstleistungen rund ums Fahrrad entwickeln zu können. "Das ganze System muss besser und schöner, pünktlich und zuverlässig werden", wünscht sich Hermann und kündigt mit dem Ausbau des Ringzuges und dem Projekt Breisgau S-Bahn weitere Verbesserungen an, damit "die, die auf die Bahn umsteigen wollen, auch umsteigen können". Das Geld dafür liege bereit, sagte er und forderte die Landkreise auf, dann auch den Verkehr auf den Straßen besser mit der Schiene zu vertakten.

Martina Braun wies auf die derzeit laufende Potenzialanalyse hin, die der Ringzugerweiterung nach St. Georgen und Triberg vorausgehe und bedauerte, dass bei der Planung der Bahnhofsanierung in Villingen Langzeit-Parkplätze für Bahnfahrer keine Berücksichtigung fanden. Christian Kaiser, Kreisrat der Grünen, regte dazu eine Verlängerung der Unterführung an, damit der Bahnhof auch einen östlichen Zugang erhalte, um die Chance auf Erschließung weiterer Parkplätze zu schaffen.

Wegen der notwendigen Mischfinanzierung räumte Hermann einer längeren Unterführung wenige Chancen auf Realisierung ein. Für ein Park&Ride-Konzept stellte er dagegen Fördermöglichkeiten über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz ab einer Investition von 30 Millionen Euro in Aussicht. Bei der Bahn ein gutes Wort einzulegen versprach er angesichts der von Roth monierten hässlichen Gebäude auf dem Bahnhofsgelände. Im Zuge der Bahnreform sei versäumt worden, "die Sache mit den Bahnhöfen zu regeln". Die Bahn habe nur für "Haltepunkte" zu sorgen, lasse ihre Immobilien vielerorts verlottern oder veräußere sie zu horrenden Preisen.

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