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Villingen-Schwenningen Zweites Gleis soll frühestens im Jahr 2018 fertig sein

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Von Dietmar Schindler Schwarzwald-Baar-Heuberg. Während Verkehrsminister Hermann gestern in Villingen-Schwenningen erklärte, er wolle den Gäubahn-Ausbau beschleunigen, hat Interessenverbands-Vorsitzender Guido Wolf den Eindruck, dass der Minister den Ausbau verzögere.

Aufgebracht von der Mitteilung, dass die Bauarbeiten für das zweite Gleis auf der Gäubahn zwischen Horb und Neckarhausen erst im Januar 2016 beginnen werden, sind Landrat Guido Wolf (Tuttlingen) und Rainer Kaufmann vom Interessenverband Gäubahn (IVG). Diesen Termin teilte Landesverkehrsminister Winfried Hermann dem Landtagsabgeordneten Guido Wolf mit. Mit einer Fertigstellung des rund fünf Kilometer langen zweigleisigen Ausbaus könnte 2018 gerechnet werden. "Gegen die weitere Verzögerung" müssen wir angehen, sagte Guido Wolf im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten.

Er erinnert sich an den Lenkungsausschuss Verkehr, der im Mai getagt hat. Vor vier Monaten wurde die Interessengemeinschaft vom bisher festliegenden Baubeginn 2013 auf 2014 vertröstet. Begründet wurde dies unter anderem mit Personalmangel beim Eisenbahnbundesamt. Kurz darauf erinnerte DB-Netz an das FFH-Gebiet.

Deshalb müsse die Vegetation und das Tierleben auf dem Gelände für das neue Gleis mindestens ein Jahr beobachtet werden. Damit lag der Baubeginn schon bei 2015. Und dann kam jetzt die Hiobsbotschaft vom Landesverkehrsminister, der dann das Jahr 2016 nannte. "Dies kann der Interessenverband Gäubahn nicht akzeptieren", so Guido Wolf.

Es könne nicht sein, dass die Anlieger die Planungen vor Jahren vorfinanziert haben und die alte Landesregierung beim Offenburger Bahngipfel 2010 eine Million Euro für die Realisierungsphasen versprochen hat. Für die IVG war dies wie ein Quantensprung, denn dem zweigleisigen Ausbau bei Horb stand nichts mehr im Wege, sagte Wolf. Die jetzigen Aussagen des Ministers seien enttäuschend und bremsten die Gäubahn.

Rainer Kaufmann erinnerte an den Staatsvertrag in Lugano aus dem Jahr 1996. Nach diesem sollten die Bahnstrecken der Gäubahn und des Rheintals sowie der Schweiz bis 2012 auf Hochgeschwindigkeit ausgebaut sein. Auf deutscher Seite geht nichts voran und die Eidgenossen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Guido Wolf erinnert sich an den Ausspruch eines Schweizers in Schaffhausen: "Wir haben den Transrapid, und jenseits der Grenze gibt es eine Maultierbahn."

Der Ausbau der Gäubahn als internationale Strecke dürfe nicht weiter aufgeschoben werden, forderte der Tuttlinger Landrat: "Wenn Stuttgart 21 kommt, muss die Gäubahn ausgebaut sein. Dazu gehört auch das Wagenmaterial einer ICE-Neigetechnik, sonst funktioniert das Fahrplangefüge nicht." Damit der weitere zweigleisige Ausbau zwischen Rottweil und Tuttlingen sich nicht verzögert, schlug Wolf dem Verkehrsminister vor, wie bei Horb die ersten Planungsschritte durch die Gäubahnanlieger vorzufinanzieren. Hermann lehnte dies laut Wolf ab. "Waren wir im Mai noch euphorisch, dass es voran geht, erleben wir jetzt einen echten Rückschritt", meinten Wolf und Kaufmann.

Der Interessenverband Gäubahn, so Wolf, werde den Druck für eine Realisierung erhöhen. Und dies über alle Parteigrenzen hinweg.

 
 

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