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Villingen-Schwenningen Zweiter "Superblitzer" steht bereit

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Verwundert reibt sich so mancher Autofahrer an der B 33 die Augen: Ist der in Brand gesteckte Blitzeranhänger bereits repariert? Doch weit gefehlt. An der Bundesstraße steht mittlerweile der zweite "Superblitzer" der Stadt. Warum dieser trotz klammer Kassen gekauft wurde und wie die Stadt in diesem Zusammenhang das Thema Verkehrserziehung sieht, lesen Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Villingen-Schwenningen - Mit gleich zwei "Superblitzern" wollte die Stadt eigentlich ab sofort auf den Straßen der Doppelstadt präsent sein, um die Verkehrsüberwachung auszuweiten. Doch während das zweite neue Gerät nun an das Bürgeramt ausgeliefert wurde und bereit steht, Geschwindigkeitsüberschreitungen festzuhalten, ist weiterhin unklar, wie es mit der in Brand gesteckten Anlage aussieht.

Es vergeht an jenem Dienstagmittag keine Stunde, da kursieren bereits die ersten Nachrichten in den einschlägigen Radarinfo-Gruppen der sozialen Netzwerke: "Oh ist er wieder instandgesetzt? Hat nicht lange auf sich warten lassen." Gemeint ist der Blitzeranhänger der Stadtverwaltung. Denn ein baugleiches Modell jenen Geräts, auf das Anfang Oktober an der B 33 bei Villingen ein Brandanschlag verübt wurde, steht seit über zwei Wochen erneut an der viel befahrenen Bundesstraße.

Doch es handelt sich nicht um den möglicherweise reparierten "Superblitzer". Denn Oxana Brunner, Pressesprecher der Stadtverwaltung, erklärt auf Anfrage unserer Zeitung: "Noch gibt es hinsichtlich der Reparatur keine Erkenntnisse und somit keinen neuen Sachstand."

170.000 Euro Kosten

Stattdessen steht an der B 33 ein neues Gerät, das die Stadtverwaltung nach der großen Zufriedenheit mit dem Enforcement Trailer bestellt hatte. Dieser hat nun dort seinen Dienst wieder aufgenommen, wo ein bislang Unbekannter den Einsatz des ersten Blitzers jäh und gewaltsam beendete, in dem er ihn aufbohrte und anschließend anzündete.

"Mit der Funktionsweise des Enforcement Trailers sind wir zufrieden", sagt Brunner. Schon zur Inbetriebnahme des ersten Geräts freute sich die Stadtverwaltung über die vielen Vorteile des Geräts: Denn für den Betrieb des Anhängers ist kein Personaleinsatz erforderlich, er kann bis zu sieben Tage rund um die Uhr autonom Messungen auf mehreren Fahrspuren – in eine Richtung – gleichzeitig durchführen und aufgrund der Anhängerkupplung ganz flexibel an verschiedenen Standorten abgestellt werden.

Da schon die Testphase zur ersten Anschaffung deutlich machte, dass sich der "Superblitzer" schnell selbst finanziert (in zwei Monaten konnten im Jahr 2019 aufgrund von 7000 erwischten Temposündern Bußgelder von knapp 150 000 Euro eingezogen werden), gab es auch für den zusätzlichen Blitzer keinen großen Widerspruch. Und das trotz klammer Kassen.

Denn zu den Beratungen der Haushaltssperre im Gemeinderat wurde der Anschaffung mit dem Vermerk "Ausgabe nicht unbedingt notwendig" zwar die geringste Priorität eingeräumt, aber die Stadt machte ebenso deutlich, "dass der Trailer sich innerhalb eines gewissen Zeitraums amortisiert". Die Folge: Die Kosten von 170.000 Euro wurden nicht gestrichen, die Bestellung an den Hersteller ging raus.

Die Stadt bringt aber auch immer wieder das Thema Verkehrserziehung und die Sicherheitsaspekte ins Spiel, wenn es um die Überwachung des Verkehrs geht. Brunner: "Wenn ein Geschwindigkeitsmessgerät, hier der Enforcement Trailer, ja in der Regel über mehrere Tage an einem Standort steht, registrieren dies die Verkehrsteilnehmer nach einer gewissen Zeit. Die Wirkung ist: Ein Teil der Verkehrsteilnehmer hält sich dann dort an die zugelassene Höchstgeschwindigkeit." Die gleiche Wirkung werde laut der Pressesprecherin erzielt, wenn jemand geblitzt wird.

Davon ist auch bei der ­Bundesstraße auszugehen. Denn einer der "Radarinformanten" in der einschlägigen Gruppe informiert: "Der Akku hält noch, er steht noch immer da."

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