Feintechnikschule: Richtfest für die neue Maschinenhalle / Erweiterungsbau soll Ende des Jahres fertig sein
Halbzeit für das Bauvorhaben der neuen Maschinenhalle an der Feintechnikschule. Am Dienstag wurde die Fertigstellung des Rohbaus mit dem Richtfest gefeiert.
VS-Schwenningen. "Gut Ding will Weile haben", beschreibt Schulleiter Thomas Ettwein das Bauvorhaben der neuen Maschinenhalle für die Staatliche Feintechnikschule (FTS). Seit 2014 plant die Architektin Martina Münster die Werkstatterweiterung. "Die Vorfreude bei den Lehrern und Schülern ist groß", meint Ettwein. Die neue Maschinenhalle würde den Schülern der FTS die Möglichkeit geben, den Theorieunterricht anschließend in der Praxis umzusetzen. Und das ist laut Ettwein eine Möglichkeit von der nicht nur Lehrer und Schüler profitieren, sondern auch die Unternehmen. "Die Unterrichtsqualität verbessert sich dadurch und somit werden auch die zukünftigen Fachkräfte ideal ausgebildet", führt Ettwein weiter aus.
Patrick Schwendemann von der beauftragten Baufirma Grafried aus Freiburg formulierte einen Richtspruch und zerbrach zur Einweihung feierlich ein Glas.
Ausschlaggebend für den Bau der Werkstatterweiterung sind die immer größer werdenden Maschinen, die aufgrund der niedrigen Deckenhöhe nicht mehr in die alte Halle passen.
Am 10. April war dann der Spatenstich. "Zwischen der Planung, dem Baubeginn und dem Richtfest, war es ein langer Weg", resümiert die Architektin die Projektarbeit. Da die Gebäude der FTS unter Denkmalschutz stehen, mussten im Vorfeld Gespräche mit dem Denkmalamt geführt werden, was die Sache etwas verzögerte.
Der 290 Quadratmeter große Erweiterungsbau wird an das bereits bestehende Werkstattgebäude C angeschlossen. Somit fällt ein Großteil der Grünfläche weg. "Das Dach des einstöckigen Gebäudes erhält eine begrünte Überflutungsfläche und auch drum herum werden kleine Bäume gepflanzt", erklärt Münster. Die Halle bietet aber nicht nur Platz für die Maschinen, sondern auch für einen Theoriebereich mit Tischen, Tafel und einigen Computern. Der industrielle Charakter war Münster bei der Planung des Gebäudes wichtig. "Wir haben Sichtbetonoberflächen, Schallschutzdecken aus Holzwolle-Leichtbauplatten und Industrie-Estrich auf dem Boden", erklärt Münster.
"Die Zusammenarbeit mit der Baufirma verlief reibungslos", sagt die Architektin. Die Kosten von 1,1 Millionen Euro und der Zeitplan werden laut Münster zum aktuellen Stand eingehalten. In den Sommerferien wird die Installation des neuen Personen- und Lastenaufzugs und im nächsten Jahr der Austausch der Fenster und die Sanierung der Fassade des C-Gebäudes vorgenommen. Der Umzug der Maschinen ist zum Jahreswechsel geplant. Die neuen Maschinen sind teilweise schon da. Ettwein beschreibt sich selbst als "strahlender Schulleiter", wenn er daran denke, dass bald die Schüler in der neuen Halle lernen können.