Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Villingen-Schwenningen Zeitzeugin besucht Waldorfschule

Von
Beim Oberstufenforum der Waldorfschule (von links): Gerhard Lempp, Dolmetscher Tomanek, Jadwiga Matysiak mit Sohn Jerzy Matysiak und Susanne Heß. Foto: Remsperger Foto: Schwarzwälder Bote

schwarzwaelder-bote.de schickt Sie auf Reisen Zum Gewinnspiel

VS-Schwenningen. Im Rahmen eines Oberstufenforums haben die Waldorfschüler zusammen mit ihrer Geschichtslehrerin Susanne Heß die Zeitzeugin Jadwiga Matysiak eingeladen. Vorab besuchten die Schüler im Rahmen des Geschichts- und Religionsunterrichts die Gedenkstätte des Konzentrationslagers (KZ) Natzweiler/Struthof.

Jadwiga Matysiak wurde 1944 zusammen mit ihrer Familie von deutschen Soldaten aus dem Keller ihres Hauses in Warschau getrieben. Sie war damals zweieinhalb Jahre alt. Die ganze Familie kam ins Konzentrationslager Auschwitz.

Der Vater und die beiden Brüder kamen auf die Männerseite und Jadwiga mit ihrer Mutter und älteren Schwester ins Frauenlager. Kann sich ein Mensch, der als zweieinhalbjähriges Kind derartiges erlebt hat, als Erwachsener daran erinnern? Ja, Jadwiga Matysiak hat Erinnerungen, denn sie hat sich Bilder von damals bewahrt.

Mit zweieinhalb Jahren kam sie ins Lager

"Die scharfen Hunde der Aufseher in Augenhöhe oder eine Halle, voll mit nackten Frauen allen Alters, über die sich eine eiskalte Dusche ergießt", schilderte Matysiak ihre Bilder den zuhörenden Schülern beim Oberstufenforum. Schreien und Weinen, ständiger Hunger und Kälte, seien omnipräsent gewesen.

Sie erinnert sich, dass sie die meiste Zeit von der Mutter und Schwester getrennt war. Einmal sei sie unter einer großen Schüssel versteckt worden, weil der KZ-Arzt Josef Mengele Kinder mit blauen Augen und blonden Haaren für medizinische Experimente suchte, berichtet sie.

Warum ihre Mutter und die anderen Frauen in der Baracke sie versteckten, wurde ihr erst später aus Erklärungen der Mutter bewusst – wie viele Eindrücke, die sie aus Erzählungen ihrer älteren Schwester und Mutter übernommen hat.

Nach Ihrem Bericht, der von einem Dolmetscher übersetzt wurde, konnten die Schüler Fragen stellen. Jadwiga Matysiak ist über die Initiative "Gedenkstätte Eckerwald" an die Waldorfschule gekommen, die alljährlich zu einer Begegnungswoche einlädt.

Weitere Informationen: Mehr über die Gedenkstätte Eckerwald finden Interessierte im Internet unter www.eckerwald.de.

Artikel bewerten
0
loading
 
 

Ihre Redaktion vor Ort Villingen

Cornelia Spitz

Fax: 07721 9187-60

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading