Nachts wird’s hier manchmal eklig: Der Verwalter des Hauses an der Kapuzinergasse 3 erhebt schwere Vorwürfe. Foto: Kienzler

Hausverwalter in Not in Sachen Notdurft. Stadt kümmert sich angeblich wenig ums Problem.

VS-Villingen - Frust pur veranlasste Uwe Fischer jetzt zu einem geharnischten Brief an die Stadtverwaltung Villingen. Zu Händen von Stefan Assfalg, Referent des Oberbürgermeisters, sowie zu Händen von Karen Weber, Abteilungsleiterin "Gebäude" bei der Stadt, beschreibt er die Zustände vor dem von ihm verwalteten Wohnhaus an der Kapuzinergasse 3: Fensterscheiben von Garagentoren seien eingetreten, es werde regelmäßig in den Hauseingangsbereich uriniert.

Wie Uwe Fischer gegenüber dem Schwarzwälder Boten erklärt, erreichen ihn nahezu täglich Beschwerden seiner Mieter: "Der Geruch ist einfach ekelerregend und niemand kann verstehen, warum die Stadt nicht dafür sorgt, dass sich diese Zustände ändern".

Das versteht übrigens auch Uwe Fischer selbst nicht, der sich nach eigenem Bekunden mehrfach bei der Polizei und beim Ordnungsamt beschwert hat: "Meine bisherigen Beschwerden bei der Stadt Villingen-Schwenningen waren leider von derart wenig Erfolg gekrönt, dass ich mich ernsthaft frage, ob auf der Stadtverwaltung in Villingen-Schwenningen auch noch etwas anderes als Pause gemacht wird." Ergebnis bei Fischer: "Der Frust sitzt mittlerweile tief, weil ich mich seit drei Jahren beschwere und das jedes Mal ausgeht wie das Hornberger Schießen."

Fischer empfindet das Treiben in der Kneipenmeile in der Färberstraße als "rechtsfreien Raum" und fordert deshalb die Stadt auf, eine Lösung zu finden, die dazu beiträgt, die Belästigung seiner Mieter auf ein Minimum zu reduzieren.

Fischer erwartet jetzt eine Eingangsbestätigung seiner E-Mail seitens Assfalg und Weber und außerdem wünscht er sich "zeitnahe Informationen zum Sachstand Ihrer Abarbeitung dieses Problems".

Außer der Stadt hat Fischer, der die Hausverwaltung dieses Villinger Anwesens für eine befreundete Familie übernimmt, das Schreiben auch unserer Zeitung zukommen lassen – in der Hoffnung, dass die städtischen Stellen das Problem dann möglicherweise konsequenter angehen als bisher.