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Villingen-Schwenningen "Wir warten auf konkrete Maßgaben"

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Wie geht es weiter mit den Schulen in VS? Alexander Herrmann (von links, Bickebergschule), Gabriele Cernoch-Reich (Haslach-Grundschule) und Stephanie Schick (Goldenbühl-Gemeinschaftsschule) warten auf Vorgaben aus VS und Stuttgart.Fotos: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

In den Schulen läuft nach den Osterferien gerade das Home-Schooling wieder an. Neben dem Schnüren der Lernpakete für eine neue Unterrichtswoche zu Hause, müssen sich die Lehrkräfte jetzt aber auch auf den teilweisen Wiedereinstieg in eine analoge Beschulung vorbereiten – zunächst zumindest gedanklich.

Villingen-Schwenningen. Für Gabriele Cernoch-Reich, geschäftsführende Schulleiterin für die Grund-, Real- und Gemeinschaftsschulen, ist es noch zu früh, um schon über eine Umsetzung der Vorgaben sprechen zu können. "Wir warten stündlich auf konkrete Maßgaben aus dem Kultusministerium", sagt die Leiterin der Haslach-Grundschule. Wie viele Schüler dürfen pro Klassenzimmer beschult werden, wie kann eine Abstandsregelung, wie die notwendige Hygiene eingehalten werden und welche Kollegen unterrichten wen und wann. Ihre eigene Schule ist eine Grundschule bis zur vierten Klasse.

Am Mittwochabend einigten sich die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder auf die ersten Schritte, die am 4. Mai greifen sollen. Am gleichen Tag gab das Kultusministerium Baden-Württemberg eine Pressemitteilung heraus. Danach werde das Land, so heißt es darin, "am 4. Mai schrittweise und stark eingeschränkt den Schulbetrieb wiederaufnehmen. Wir beginnen dabei mit den Schülerinnen und Schülern aller allgemeinbildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen sowie den Abschlussklassen der beruflichen Schulen". Erst in einem zeitlich weiter entfernten Schritt sei die Rückkehr von Viertklässlern an die Grundschulen vorgesehen.

Auch für Alexander Herrmann, Leiter der Bickeberg-Gemeinschaftsschule, heißt es jetzt erst einmal: abwarten. Gleichwohl sei die erweiterte Schulleitung ab jetzt wieder täglich in der Schule anwesend, um sich einerseits selbst Gedanken zu machen, wie ein Unterricht ab dem 4. Mai aussehen könnte und andererseits, um schnell auf das stündlich erwartete Konzept der Kultusministerkonferenz reagieren zu können, sagt Hermann. Vor allem "Spielraum" wünsche er sich dafür, denn jede Schule sei schließlich anders.

Bald wieder den Unterricht besuchen dürfen an seiner Schule wohl alle 42 Zehntklässler, die vor der Mittleren Reifeprüfung stehen sowie 44 Neuntklässler, die ihren Hauptschulabschluss noch vor sich haben. Ausgeweitet werden soll nach dem Maßnahmenbeschluss auch die Notbetreuung von Kindern mit Eltern in systemrelevanten Berufen. Derzeit sind das an der Bickebergschule gerade einmal vier Schüler.

Kapazitäten hat diese Gruppe auch an der Goldenbühl-Gemeinschaftsschule noch. Derzeit nutze nur ein Kind das Angebot, sagt Schulleiterin Stephanie Schick. Welche Berufsgruppen zukünftig die Notbetreuung zusätzlich wahrnehmen dürfen, stehe noch aus, sagt sie und denkt dabei an Alleinerziehende im Home-Office. Gespräche führen, das sei jetzt das Gebot der Stunde. Stephanie Schick erhofft sich vom Schulträger, der Stadt, bis zum 4. Mai ein Hygienekonzept mit ausreichend Desinfektionsmitteln sowie Mund- und Nasenschutz für Schüler und Lehrer. Um Bildungsgerechtigkeit herzustellen werde sie bei der Stadt ferner darauf drängen, dass die Busfahrpläne, die gerade auf einen Notbetrieb heruntergefahren wurden, wieder so stattfinden, dass ihre Schüler dann auch das Schulgebäude erreichen können.

Auch wenn sie grundsätzlich positive Erfahrungen mit dem Online-Unterricht der vergangenen Wochen gemacht haben, sind sich die Schulleiter, die der Schwarzwälder Bote am Donnerstag erreichte, einig, dass die in Berlin gefallenen Entscheidungen einer behutsamen Rückkehr in den Schulalltag richtig sind. Alexander Herrmann bringt es auf den Punkt: "Wir müssen die Infektionszahlen schließlich im Griff behalten".

Beim Gesamtelternbeirat (GEB) der öffentlichen Schulen in VS begrüßt derweil die schrittweise Öffnung. "Die Stadt als Schulträger und die Schulen bekommen so die Möglichkeit, sämtliche Vorgaben des Landes Baden-Württemberg umzusetzen. Hier gilt es nicht nur die Hygienemaßnahmen herzurichten, sondern auch die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, Klassen zu teilen", erklärt der GEB-Vorsitzende Tino Berthold . Vor dem Hintergrund des Lehrermangels und der Tatsache, dass Lehrer der Riskogruppe daheim bleiben sollen, mache es Sinn, sei dieses Vorgehen schlüssig. Es müsse nun darauf geachtet werden, wie "Schule zu Hause" jeweils umgesetzt wurde.

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